Zwei Freunde sollen den Anschlag auf das Haus von Andreas Büttner verübt haben. Der Politiker vermischt seit Jahren Politik, Geschäft und Privates.
In der Nacht auf den 4. Januar geht der Schuppen im Garten von Andreas Büttner in Flammen auf, und an die Haustür des brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten wird ein rotes Dreieck geschmiert – ein Symbol der Hamas und ihrer Unterstützer. Zwei Tage später sagt Büttner, damals noch in der Linkspartei, der Jüdischen Allgemeinen, diese Nacht habe sich ihm „unauslöschlich eingebrannt“. Das rote Dreieck sei ein Zeichen „jihadistischer Gewalt“, für ihn und seine Familie sei das ein Schock. Über konkrete Täter wollte er aber „nicht spekulieren“.
Ende April wird bekannt, wen die Polizei der Tat verdächtigt: Lucas S. und Daniel R., 25 Jahre alt – die beiden sind Freunde und Geschäftspartner Büttners. Vieles an ihrer Beziehung zu Büttner wirft nun Fragen auf. Recherchen der taz zeigen, dass ihr Verhältnis in ein Muster passt, das Büttners Biografie seit Jahrzehnten durchzieht: Eines, in dem die Grenzen zwischen Politik, Geschäft und Privatem verschwimmen.
Die Polizei führt Büttner bis heute nicht als Verdächtigen, sondern als Zeugen und Geschädigten. Er bestreitet, etwas von den Anschlagsplänen gewusst zu haben. Die jüdische Gemeinde in Brandenburg hat Büttner inzwischen ihre Unterstützung versichert. Auch Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, stellte sich öffentlich hinter ihn.







