Thüringens Migrationsministerin Beate Meißner (CDU) hat den baldigen Beginn des Leerzugs der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl angekündigt. In den nächsten Monaten solle dieser sukzessive umgesetzt werden, sagte Meißner während einer Regierungsbefragung im Erfurter Landtag. Der Leerzug werde so rechtzeitig abgeschlossen, dass die Anlage wie angekündigt zum 30. November 2026 geschlossen werden könne.

Die derzeit noch in Suhl untergebrachten Menschen sollen den Angaben zufolge in naher Zukunft auf die Erstaufnahmestandorte in Eisenberg und Gera verteilt werden. „Wir werden uns dort an die mit den Kommunen vereinbarten Kapazitätsgrenzen halten“, sagte Meißner. Das sei unproblematisch möglich, weil die Zahl der nach Thüringen kommenden Asylbewerber derzeit sehr niedrig sei. Nach Meißners Angaben leben an allen Thüringer Erstaufnahmestandorten aktuell etwa 200 Menschen – so wenige wie seit Jahren nicht.

Nach den Plänen der Landesregierung soll neben der Unterkunft in Suhl auch die Erstaufnahme in Eisenberg geschlossen werden, und zwar im Jahr 2028. Als Ersatz plant das Land nach Meißners Angaben eine mittelgroße Einrichtung mit bis zu 500 Plätzen sowie zwei bis drei kleinere Einrichtungen. Wo genau die neuen Standorte entstehen sollen, sagte die Ministerin nicht. In den kleineren Einrichtungen sollen unter anderem geflüchtete Familien untergebracht werden, aber auch Asylbewerber, die sich in der großen Einrichtung nicht an die geltenden Regeln halten.