In der Nacht hatten die Einsatzkräfte bereits die Leiche der vermissten 25 Jahre alten rumänischen Touristin gefunden. Nach dem dritten Vermissten, einem 48 Jahre alten Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit, werde weiter gesucht, hauptsächlich im hinteren Bereich der Trümmer.Das Haus, in dem sich laut Polizei Miet- und Ferienwohnungen befanden, war am Montagabend aus bislang ungeklärter Ursache eingestürzt. Nach den drei Vermissten hatten die Einsatzkräfte unermüdlich unter anderem auch mit Spürhunden gesucht, teils arbeiteten sich die Einsatzkräfte auch mit Schaufeln und bloßen Händen durch den Trümmerberg.

Hohe Belastung für EinsatzkräfteBeim Bergen von Trümmerteilen waren auch mehrere Radlader, Bagger und Kräne im Einsatz. Die Belastung für die Einsatzkräfte selbst war hoch. Es gebe viel Staub, permanent müsse mit Schutzmasken gearbeitet werden, sagte der Sprecher der THW-Einsatzleitung Daniel Hofmann.Die genaue Ursache des Unglücks in der Stadt im Osten Sachsens steht nach wie vor nicht fest. »Aber es sieht nach einer Gasexplosion aus«, sagte der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU). Wenige Stunden nach dem Zusammensturz des Gründerzeithauses wurde nach Polizeiangaben ein Gasleck gefunden.