Der Hund unseres Autors musste eingeschläfert werden. Dass es irgendwann so weit kommen würde, war allen klar. Doch nun fehlt die "Familienseele".

Eigentlich sollte es Jack gar nicht geben. Geplant war eine Katze. Sie hieß Manni und wohnte sogar kurz bei uns. Doch dann kam alles anders. Im November 2010 zog ein drei Monate alter Golden Retriever ein.

Am Anfang kuschelte sich „der Köter“, wie wir ihn gerne nannten, in jede Achselhöhle, rollte sich durch jede Pfütze, und seine Augen schienen immer zu lachen. Um ihm beizubringen, draußen zu machen, feierten wir jeden Haufen, der nicht im Haus landete. Und wie. Wir quietschten, lachten und wälzten uns mit ihm vor Glück auf dem Boden, als hätte er etwas Außerordentliches geleistet. Dafür bekam er dann Leckerlis. Eigentlich bekam er für alles Leckerlis.

Es war schnell klar, dass Jack kein besonders anspruchsvoller Charakter war. Er wollte im Grunde nur Nähe und Essen. Am besten gleichzeitig. Menschen, die Angst vor Hunden hatten, verloren sie in seiner Gegenwart. Jack war freundlich, sanft, ein bisschen unterwürfig und auf unaufdringliche Weise selbstbewusst. Manchmal fragte ich mich, ob er über das Leben mehr verstanden hatte als ich.

Mit ihm war alles so lebendig. Das Tapsen seiner Schritte, sein Geruch nach dem Regen oder die Fellbüschel, die er überall hinterließ. Das unaufgeregte Glück des Gewöhnlichen. Als ich meiner Mutter erzählte, dass ich über Jack schreibe, sagte sie: „Oh Gott, die Familienseele.“