Forscher der Universität Leipzig haben das natürlich vorkommende Enzym PHL7 so optimiert, dass es den weit verbreiteten Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) effizient und stabil abbauen kann. Das geht aus einer im Fachjournal Nature Communications veröffentlichten Studie hervor, über die die Universität Leipzig informierte. PET kommt unter anderem in Getränkeflaschen, Verpackungen, Folien und Polyesterkleidung vor.
Das Enzym PHL7 war 2021 vom Chemiker Christian Sonnendecker aus einer Kompostprobe des Leipziger Südfriedhofs isoliert worden. Plastizersetzende Enzyme seien relativ weit verbreitet. Da man diese Polymere vor allem in Pflanzenmaterial findet, sind Komposthaufen mit viel Pflanzenmaterial laut Sonnendecker ein idealer Anlaufpunkt, um nach den speziellen Enzymen zu suchen. Dem MDR sagte er:
„Der Südfriedhof in Leipzig ist hier natürlich eine Superquelle, da hier viel kompostierbares Material lagert. Und Bingo, plötzlich hatten wir ein Enzym in der Hand, das PET deutlich schneller und vollständig abbauen konnte im Vergleich zu allen bisher bekannten Enzymen.“
PHL7 galt daher als eines der wenigen natürlichen hyperaktiven PET-abbauenden Enzyme und als aussichtsreicher Kandidat, war für technische Anwendungen aber bisher zu instabil und zu wenig aktiv.






