Ein Wrackteil von AF 447 im Jahr 2009 im Atlantik

Air France und Airbus sind im Berufungsprozess um einen Flugzeugabsturz im Jahr 2009 schuldig gesprochen worden. Das Berufungsgericht in Paris verurteilte beide Unternehmen wegen fahrlässiger Tötung und verhängte eine Geldstrafe von jeweils 225.000 Euro.

Beim Absturz eines Air-France-Flugs von Rio de Janeiro nach Paris waren damals 228 Menschen ums Leben gekommen, darunter 28 Deutsche. Das Gericht urteilte, dass ausschließlich die Airline und der Flugzeugbauer für den Absturz und den Schadensersatz verantwortlich seien.

Flug AF 447 war am 1. Juni 2009 auf dem Weg von Brasilien in die französische Hauptstadt in eine Unwetterfront geraten und von den Radarschirmen verschwunden. Der Airbus vom Typ A330 stürzte in den Atlantik. Erst im Mai 2011 wurden die letzten Leichen und der Flugdatenschreiber aus etwa 4000 Meter Tiefe geborgen.

Die juristische Aufarbeitung zog sich nach dem Absturz über lange Jahre. Dass es 2022 überhaupt zu einem Prozess kam, war für die Hinterbliebenen ein Erfolg. Denn noch 2019 hatten Ermittlungsrichter ein Verfahren abgewiesen.