Vielleicht liegt es an dem Anschlag, der im Januar über Tage die Stromversorgung im Berliner Südwesten lahmlegte. Den hat die Stadt am Ende noch ordentlich bewältigt.
Vielleicht liegt es auch an einem Phänomen, das sich Katastrophen-Demenz nennt: Der Mensch verdrängt die Erinnerung an negative Ereignisse. Was auch immer der Grund sein mag: Die Berliner sehen Deutschland gut vorbereitet auf Krisen. Die Mehrheit von 39 Prozent sagt das, 33 Prozent sind vom Gegenteil überzeugt. Damit ist die Millionenmetropole allerdings die Ausnahme in einer Studie zum sogenannten Resilienz-Index.
Veröffentlicht haben die Ergebnisse der Verein Sicherheitsdialog, das Beratungsunternehmen FGS Global sowie die Polizei-Hochschule Nordrhein-Westfalen. Befragt wurden 2500 repräsentativ ausgewählte Personen, darunter 501 Entscheidungsträger aus der Wirtschaft und 152 Angehörige der Feuerwehr, der Polizei oder anderer sogenannter Blaulichtorganisationen.
Anders als in Berlin ist in den übrigen Bundesländern nur eine Minderheit der Menschen der Ansicht, dass Deutschland für Krisen gewappnet sei. Weniger als jeder Dritte.
Immerhin: Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, sich für den Notfall gerüstet zu haben. Etwa, indem sie Vorräte an Lebensmitteln und Wasser angelegt haben. Auch wurden Vorkehrungen getroffen für den Fall, dass der Strom wegbleiben sollte oder die Heizung ausfällt.






