Der Osten Deutschlands sitzt auf einem Schatz. Im Erzgebirge und der Altmark lagern Teile der größten Lithiumvorkommen Europas – in der sächsischen Grenzstadt Zinnwald schlummern 1,5 Millionen Tonnen des leichtesten Metalls der Welt im Boden.In Sachsen-Anhalt könnten 25.000 Tonnen Lithiumkarbonat aus Solewasser extrahiert werden. An beiden Standorten könnten für Jahrzehnte Rohstoffe für 500.000 bis 800.000 Autobatterien jährlich abgebaut werden. Wenn es nur schon so weit wäre …

Gerade der Fall Zinnwald zeigt, dass der Lithium-Abbau komplex und teuer ist. Nötig sind daher für die Privatwirtschaft klare Leitplanken und Zuverlässigkeit der Politik. Ein Blick über die deutsche Grenze nach Tschechien hilft da. Das Zinnwalder Lithium-Vorkommen erstreckt sich in noch größerem Ausmaß ins Nachbarland. Dort beteiligt sich das teilstaatliche Energieunternehmen ČEZ mit knapp 400 Millionen Euro an der Projektentwicklung. Es ist auch Hauptaktionär der Firma Geomet, die das Lithium später genau an der Grenze zu Deutschland abbauen soll.

Stefan Scherer, Geschäftsführer AMG Lithium GmbH, will die Lithium-Vorkommen in Zinnwald weiterentwickeln.

© Hendrik Schmidt/dpa

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