Da steht er also, der Staatsmann Markus Söder, und referiert ziemlich ernst, wie er Bayern „in stürmischen Zeiten wie nie“ führen will. Es ist gut zwei Monate her, da sah man diesen Mann noch in anderer Pose: in einem Rosenheimer Imbiss mit Fleischsaft und Soße an den Fingern. „Döner macht schöner“, rief er da den Leuten zu, wie ein Einheizer-Dödel am Ballermann. Das war an jenem Tag übrigens Wahlkampfstation Nummer zwei, nach Weißwürsten in Wolfratshausen.
Trotz Söders neuer Ernsthaftigkeit: Es bleibt der Stempel „Spaßpolitiker“ kleben
Durch seinen exzessiven Social-Media-Klamauk hat Söders Image nachhaltig gelitten. Nun schwingt bei ihm immer die Frage mit: Was ist Ernst – und was nur Inszenierung?











