Der Senat der Bauhaus-Universität Weimar hat ein Abwahlverfahren gegen Kanzler Horst Henrici eingeleitet. Hintergrund sind die angespannte Finanzlage der Hochschule sowie Kritik an internen Entscheidungsprozessen. Das Gremium habe am Mittwochabend entschieden, die Universitätsversammlung mit der Personalie zu befassen, bestätigte eine Sprecherin der Hochschule. Über eine mögliche Abwahl des Verwaltungschefs entscheidet die Universitätsversammlung, die Ende Juni tagt. Für eine Abwahl ist nach Hochschulgesetz eine doppelte Zweidrittelmehrheit erforderlich – sowohl im Gesamtgremium als auch in der Gruppe der Hochschullehrer. Zuvor muss Henrici angehört werden.
Im Zentrum der Senatsdebatte stand laut Sprecherin der Umgang mit der finanziellen Situation. „Dabei wurden insbesondere die Transparenz interner Kommunikations- und Entscheidungsprozesse sowie das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Universitätsleitung kritisch diskutiert“, teilte sie mit.
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Auch über eine mögliche Abwahl von Präsident Peter Benz wurde beraten. Dafür fand sich im Senat aber keine Mehrheit. Vor der Sitzung hatten sich rund 50 Studierende mit Benz solidarisiert, nachdem der Studentenkonvent über Instagram zum Protest aufgerufen hatte. Einzelne Mitglieder der Universitätsversammlung können das Verfahren gegen Benz allerdings noch auf die Tagesordnung der Sitzung am 22. Juni setzen.






