Forscher des Instituts für Anatomie der Universität Leipzig haben in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Bahareh Ajami von der Oregon Health and Science University in Portland eine neue Population sogenannter Mikrogliazellen im Alzheimer-Gehirn identifiziert. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Neuroscience veröffentlicht.
Mikrogliazellen sind die spezialisierten Abwehrzellen des Gehirns. Sie gelten seit Jahren als zentral für die Erforschung von Erkrankungen wie Alzheimer, da sie offenbar an deren Entstehung und ihrem Verlauf beteiligt sind. Untergruppen dieser Zellen waren bislang vor allem in Tierversuchen beschrieben worden. Da sich Einflussfaktoren wie das Alter im Tiermodell nur unzureichend abbilden ließen, seien Untersuchungen an menschlichem Hirngewebe entscheidend, teilte die Universität Leipzig mit.
Forschung
Studie: Diese einfachen Tätigkeiten senken das Alzheimer-Risiko um fast 40 Prozent
„Bei der Hirngewebeanalyse von Körperspendern identifizierten wir eine bislang unbekannte Zellpopulation, die eng mit bestimmten Eiweißablagerungen im Gewebe verknüpft ist und im Alzheimer-Gehirn deutlich häufiger vorkommt“, sagte Dennis-Dominik Rosmus, Wissenschaftler am Institut für Anatomie und einer von drei Erstautoren der Studie. Die Ergebnisse zeigten zudem, dass Mikrogliazellen im Alzheimer-Gehirn unterschiedliche, spezialisierte Zustände annähmen.







