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Der von Saudi-Arabien finanzierte Esports World Cup (EWC) wird in diesem Sommer kurzfristig von Riad nach Paris verlegt, wie der SPIEGEL erfahren hat. Grund dafür ist die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten infolge des Kriegs im Iran.Der deutsche E-Sport-Pionier Ralf Reichert ist Chef der veranstaltenden Esports Foundation, die ihren Hauptsitz in Saudi-Arabien hat und vom Königreich finanziert wurde. Er bestätigte auf SPIEGEL-Anfrage die Verlegung in die französische Hauptstadt. Man hatte diesen »Plan B« zwar vorbereitet, sei aber lange davon ausgegangen, dass sich der regionale Konflikt nicht mit dem Turnier überschneiden werde, sagte er dem SPIEGEL.
Besonders die offiziellen Warnungen davor, infolge des Irankriegs nach Saudi-Arabien und die Region zu reisen, seien für die Veranstalter ein entscheidender Faktor gewesen. »Das ist ja eine aktive Aufforderung, nicht in ein Land zu reisen«, so Reichert. Man habe Spieler und Teams nicht in die Situation bringen wollen, zwischen der »eigenen Sicherheitswahrnehmung von Saudi-Arabien und offizieller Lage« entscheiden zu müssen. Gleichzeitig sehe er in der Verlegung eine Chance: »Wir liebäugeln seit Jahren damit, den Esports World Cup hin und wieder von Saudi-Arabien in andere Länder rotieren zu lassen«, sagt Reichert. »Jetzt haben wir diesen Plan beschleunigt.«









