PfadnavigationHomeSportFußballBundesligaHamburger SVLuka Vuskovic„Wenn es eine Chance gibt, würde ich gern bleiben“Von Torsten RumpfStand: 15:30 UhrLesedauer: 4 MinutenHSV-Star auf Leihbasis: Luka VuskovicQuelle: Getty Images/Stuart FranklinNach einer extrem starken Saison muss Luka Vuskovic wohl zurück zu Tottenham. Der 19-Jährige erklärt, warum er gern beim HSV bleiben würde – und was ihn in Hamburg so stark machte.Luka Vuskovic gehört zu den größten Aufsteigern der Fußball-Bundesliga. Der 19 Jahre junge Kroate spielte für den Hamburger SV eine fantastische Saison und zählt zu den größten Innenverteidiger-Talenten Europas. Da er bis 2030 bei Tottenham unter Vertrag steht und der HSV ihn nur ausgeliehen hatte, dürfte er den Klub aller Voraussicht wieder verlassen. Zu groß sind die Begehrlichkeiten.Frage: Herr Vuskovic, was hätten Sie vor einem Jahr Experten gesagt, die folgende These aufgestellt hätten: Sie werden einer der besten Spieler der Bundesliga und nehmen mit Kroatien an der WM in den USA, Mexiko und Kanada teil?Luka Vuskovic: Ich hätte ihnen gesagt, dass sie verrückt sind. Aber natürlich ist es hervorragend, wie es für mich gelaufen ist. Die Saison in Hamburg war ein perfektes Jahr für mich. Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl.Frage: Wieso?Luka Vuskovic: Ich bekam viel Hilfe von meinen Mannschaftskameraden, vom Trainerteam und von den Fans. Das hat es mir leicht gemacht, in Hamburg gut anzukommen und mich so weiterentwickeln zu können. Ich bin froh, dass alles so verlaufen ist.Frage: Wie wichtig war Trainer Merlin Polzin für Sie?Luka Vuskovic: Er hat mir von Beginn an das Vertrauen gegeben, das man braucht, um gute Leistungen abrufen zu können. Und wenn ich einen Fehler gemacht hatte, war er für mich da und unterstützte mich enorm. Er hat einen großen Anteil an meiner Entwicklung. Frage: Welche Gründe gibt es noch für Ihre Leistungsexplosion?Luka Vuskovic: Ich habe viel an mir gearbeitet, Extra-Trainingsschichten eingelegt: im Kraftraum, auf dem Platz, um körperlich noch stärker zu werden, um mein Pass-, Stellungs- und Kopfballspiel zu verbessern. Dazu arbeite ich privat mit einem Athletik-Trainer an meiner Schnelligkeit. Die ist noch kein Freund von mir (schmunzelt). Er schickt mir Trainingspläne. Hinzu kommt viel Analysearbeit.Frage: Sie haben in Kroatien, in Polen, in Belgien und nun in der Bundesliga gespielt. Wie wichtig sind die verschiedenen Stationen für Ihre Entwicklung?Luka Vuskovic: Für mich als jungen Spieler waren die Erfahrungen, die ich dadurch sammeln konnte, sehr gut. Denn jede Liga hat ihren eigenen Stil. Dadurch lernt man als Spieler sehr viel dazu.Lesen Sie auchFrage: Beim HSV explodierte Ihr Marktwert von zwölf auf 60 Millionen Euro. Was macht das mit einem jungen Spieler?Luka Vuskovic: Für mich spielen diese Summen keine Rolle. Ein Spieler kann einen Marktwert von fünf Millionen Euro haben – und trotzdem gibt es Fälle, dass ein Klub dann deutlich mehr Geld für ihn bezahlt, wenn er ihn will. Für mich ist entscheidend, dass sich meine sportliche Leistung in dieser Zeit verbessert hat.Frage: Wie fühlen Sie sich, Hamburg nun verlassen zu müssen?Luka Vuskovic: Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits bin ich glücklich, weil viel von dem, was mit Tottenham abgesprochen war, in Hamburg aufgegangen ist. Ich bin aber auch traurig, weil ich sehr gerne hierbleiben möchte. Denn es ist ja bekannt, dass es mein Wunsch ist, mit meinem Bruder Mario für den HSV zu spielen. Aber im Fußball kann man nicht alles haben, was man sich wünscht. Ich bin ab diesem Sommer wieder ein Spieler von Tottenham. Frage: Bei den Spurs haben Sie einen Vertrag bis 2030. Glauben Sie an eine Chance, beim HSV etwa durch eine weitere Leihe bleiben zu können?Luka Vuskovic: Ich weiß es nicht, ich bin weder Berater noch Vereinsverantwortlicher. Doch wenn es eine Chance gibt, dann würde ich gerne bleiben wollen. Die Zukunft wird zeigen, was passiert. Aber klar, wenn mich Tottenham fest einplant, dann wäre das natürlich auch eine sehr gute Situation für mich. Das Wichtigste für meine Entwicklung ist, dass ich regelmäßig spiele. Lesen Sie auchFrage: Angeblich stehen Sie auf der Liste des FC Barcelona, auch Klubs wie BayernMünchen oder Borussia Dortmund sollen sich mit Ihnen für die Zukunft beschäftigen. Wie bewerten Sie das?Luka Vuskovic: Es ist natürlich schön, dass mein Name mit solchen Klubs in Verbindung gebracht wird. Ich weiß auch nicht, ob alles richtig ist, was über mich und andere Klubs geschrieben wird. Ich bin Tottenham-Spieler. Wir werden sehen, was im Sommer passiert. Frage: Sie sprachen Ihren Bruder Mario an: Der darf nach abgelaufener Doping-Sperre im kommenden November wieder für den HSV spielen. Wird er nach vier Jahren ohne Wettkampfpraxis an sein früheres Leistungsniveau herankommen?Luka Vuskovic: Mario arbeitet sehr hart für sein Comeback, meist mit einem Privat-Trainer vier, fünf Stunden am Tag. Ich bin davon überzeugt, dass er noch besser zurückkommen wird, auch wenn er eine lange Zeit kein Spiel mehr gemacht hat. Weil er auch mental noch stärker geworden ist. Ich bin mir sicher: Er wird dem HSV noch mehr helfen, als es schon zuvor der Fall war. Dieser Text wurde für das Sportkompetenzcenter (WELT, BILD, SPORTBILD) verfasst und erschien zuerst in BILD.
Luka Vuskovic: „Wenn es eine Chance gibt, würde ich gern beim HSV bleiben“ - WELT
Nach einer extrem starken Saison muss Luka Vuskovic wohl zurück zu Tottenham. Der 19-Jährige erklärt, warum er gern beim HSV bleiben würde – und was ihn in Hamburg so stark machte.









