16 Jahre kontrollierte Wolfgang Reitzle (77) den Autozulieferer Continental. Er ließ seine Vorstände in den vergangenen Jahren Tausende Stellen streichen, Werke schließen und komprimierte das vormalige Konglomerat durch Abspaltungen auf seinen Kern: Reifen. Seit April überwacht nun die ehemalige Siemens-Managerin Sabrina Soussan (56) als neue Aufsichtsratschefin die Überbleibsel von Conti. Auch sie will ein großes Rad drehen.
Um den Börsenwert der Niedersachsen in die Sphären der Rivalen Michelin und Bridgestone zu heben, plant Soussan etwas Unerwartetes. In Zeiten fortdauernden Spardrucks will sie die Führungsspitze erweitern. Statt drei Vorständen und einer Vorständin könnte Continental künftig von bis zu sieben Topmanagerinnen und -managern gesteuert werden . Welche Regionen und Ressorts eine Aufwertung erfahren könnten und was das überhaupt soll, hat meine Kollegin Margret Hucko recherchiert.
Will ein großes Rad drehen: Aufsichtsrätin Sabrina Soussan zusammen mit CEO Christian Kötz
Die hohen Spritpreise wirken wie ein Verkaufsturbo für Elektroautos. Die Internationale Energieagentur (IEA) geht davon aus, dass 2026 weltweit rund 23 Millionen Elektroautos neu registriert werden dürften. Damit würde der Anteil vollelektrischer Neuwagen am globalen Fahrzeugabsatz von 25 auf fast 30 Prozent steigen.






