Sie ist das Arbeitstier unter den Regionalexpresslinien in Berlin und Brandenburg. Allein im vergangenen Jahr waren fast 24 Millionen Menschen auf der RE1 unterwegs. Jetzt erhöhen weitere XXL-Zugverbände, die 210 Meter lang sind und 800 Fahrgäste fassen, die Kapazität um mehr als 25 Prozent. Doch die Ostdeutsche Eisenbahn (ODEG) kann ausgerechnet die vollsten Züge nicht verlängern.
„Ich war sicher schon mehr als hundertmal auf dieser Strecke unterwegs“, sagt Christoph Heuing, seit einem Jahr Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB). Häufig hatte er den Eindruck: „Ganz schön voll hier!“
Kein Wunder: Die weiß-grün-orange lackierten Doppelstockzüge verbinden außer Magdeburg auch drei der größten Städte im Land Brandenburg mit Berlin: Potsdam, Brandenburg an der Havel sowie Frankfurt (Oder). An der Strecke liegen nicht nur Wohnstandorte und viele Arbeitsplätze, sondern auch Hochschulen sowie touristische Anziehungspunkte. Potsdam Park Sanssouci, direkt neben dem Kaiserbahnhof gelegen, ist eine von vielen Stationen an der Linie RE1.
500 Kilometer entfernt werden aus drei vier Wagen
„Die Nachfrage wächst – und wir wachsen mit“, sagt Lars Gehrke. Der ODEG-Geschäftsführer, der seinen Berufsweg als Lokführer begann, steuert an diesem Mittwoch einen der sieben neuen Zugverbände für die stark genutzte Ost-West-Verbindung. In Absprache mit dem Verbund, dessen Chef Heuing bei der Sonderfahrt von Potsdam nach Brandenburg dabei ist, werden sieben Sechs- in sieben Achtteiler umgebaut.








