Hagen (dpa/lnw) - Die Stadt Hagen soll in den kommenden zehn Jahren mit 80 Millionen Euro bei der Aufwertung schwieriger Stadtteile unterstützt werden. Für die Stadt im Ruhrgebiet mit ihren zahlreichen Schrottimmobilien und dort entstandenen Problemen durch Armutszuwanderung soll ein Sonderfördergebiet eingerichtet werden, um mit Hilfe von Landes-, Bundes- und NRW-Bankmitteln die anstehenden Aufgaben zu bewältigen, wie das Landesbauministerium mitteilt. Dazu sei an diesem Mittwoch ein entsprechender Hagen-Pakt unterzeichnet worden. Es gehe darum Hagen aus einer gefühlten Abwärtsspirale hin zu einer lebenswerten, sozial stabilen und zukunftsfähigen Stadt zu machen, sagte Hagens Oberbürgermeister Dennis Rehbein (CDU) laut Mitteilung. Der Pakt sieht einen vom Land unterstützten Umbau mehrerer in Schieflage geratener Stadtviertel vor – unter anderem rund um den Hagener Hauptbahnhof. Dort und anderswo sollen sogenannte Problemimmobilien abgerissen werden – 600 Wohneinheiten sollen auf diese Weise zurückgebaut werden.Warum bestimmte Viertel abgehängt wurdenDurch einen Bevölkerungsrückgang in der Stadt gebe es einen Überhang von rund 3.200 Wohneinheiten – häufig Gebäude aus der Nachkriegszeit von minderer Qualität und Ausstattung, hieß es zu Erklärung in der Mitteilung. Dies sei im Stadtbild erkennbar und wirke weit in die Nachbarschaften hinein, beeinträchtige das Image und die Wohnqualität ganzer Straßenzüge. Geringe Mieten machten Sanierungsinvestitionen unattraktiv. Wohnungen mit zunehmend schlechter Wohnqualität sorgten für den Wegzug von ökonomisch gut aufgestellten Haushalten bei gleichzeitiger Armutszuwanderung. Weitere Bausteine des StadtumbausNeben der Bereinigung des Wohnungsmarktes soll nun auch die Sicherheit in den Quartieren gestärkt werden. Ein zunächst nicht näher beschriebenes Sicherheitskonzept, das auch Möglichkeiten der städtebaulichen Kriminalprävention umfasse, soll nach dem Willen von NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) Erfahrungen für andere Städte liefern. Weiterer Baustein ist der Aufbau eines sogenannten „Europacenters“: Zuwanderer aus der EU, die neu nach Hagen kommen, erhalten dort künftig Beratung und Hilfe beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Ein Kunstprojekt an Fassaden soll zusätzlich das Stadtbild positiv verändern.© dpa-infocom, dpa:260520-930-105266/1
Millionenförderung für Umbau von Problembezirken in Hagen
Hagen (dpa/lnw) - Die Stadt Hagen soll in den kommenden zehn Jahren mit 80 Millionen Euro bei der Aufwertung schwieriger Stadtteile unterstützt werden. Für die Stadt im Ruhrgebiet mit ihren zahlreichen Schrottimmobilien und dort entstandenen Problemen durch Armutszuwanderung soll ein Sonderfördergebiet eingerichtet werden, um mit Hilfe von Landes-, Bundes- und NRW-Bankmitteln die anstehenden Aufgaben zu bewältigen, wie das Landesbauministerium mitteilt. Dazu sei an diesem Mittwoch ein entsprechender Hagen-Pakt unterzeichnet worden. Es gehe darum Hagen aus einer gefühlten Abwärtsspirale hin zu einer lebenswerten, sozial stabilen und zukunftsfähigen Stadt zu machen, sagte Hagens Oberbürgermeister Dennis Rehbein (CDU) laut Mitteilung. Der Pakt sieht einen vom Land unterstützten Umbau mehrerer in Schieflage geratener Stadtviertel vor – unter anderem rund um den Hagener Hauptbahnhof. Dort und anderswo sollen sogenannte Problemimmobilien abgerissen werden – 600 Wohneinheiten sollen auf diese Weise zurückgebaut werden.Warum bestimmte Viertel abgehängt wurdenDurch einen Bevölkerungsrückgang in der Stadt gebe es einen Überhang von rund 3.200 Wohneinheiten – häufig Gebäude aus der Nachkriegszeit von minderer Qualität und Ausstattung, hieß es zu Erklärung in der Mitteilung. Dies sei im Stadtbild erkennbar und wirke weit in die Nachbarschaften hinein, beeinträchtige das Image und die Wohnqualität ganzer Straßenzüge. Geringe Mieten machten Sanierungsinvestitionen unattraktiv. Wohnungen mit zunehmend schlechter Wohnqualität sorgten für den Wegzug von ökonomisch gut aufgestellten Haushalten bei gleichzeitiger Armutszuwanderung. Weitere Bausteine des StadtumbausNeben der Bereinigung des Wohnungsmarktes soll nun auch die Sicherheit in den Quartieren gestärkt werden. Ein zunächst nicht näher beschriebenes Sicherheitskonzept, das auch Möglichkeiten der städtebaulichen Kriminalprävention umfasse, soll nach dem Willen von NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) Erfahrungen für andere Städte liefern. Weiterer Baustein ist der Aufbau eines sogenannten „Europacenters“: Zuwanderer aus der EU, die neu nach Hagen kommen, erhalten dort künftig Beratung und Hilfe beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Ein Kunstprojekt an Fassaden soll zusätzlich das Stadtbild positiv verändern.© dpa-infocom, dpa:260520-930-105266/1






