Die japanische Weltraumagentur Japan Aerospace Exploration Agency (Jaxa) hat ein Triebwerk der Mach-5-Klasse in einem Experimentalflugzeug bei einem Bodentest erprobt, wie The Mainichi berichtet. Bei dem wasserstoffangetriebenen Staustrahltriebwerk (Ramjet) wurde die Verbrennung im Zusammenhang mit dem gesamten Flugwerk getestet. Ein solches Triebwerk könnte in Zukunft als Antrieb für Hyperschallflugzeuge in der Luftfahrt verwendet werden und etwa Langstreckenflüge zeitlich deutlich verkürzen.
Die Tests des etwa zwei Meter langen Modells des Mach-5-Ramjet-Triebwerks fanden bereits im April 2026 in einer Testanlage für Staustrahltriebwerke im Kakuda Space Center der Jaxa in der japanischen Präfektur Miyagi statt. Beteiligt waren die Waseda University, die University of Tokio und die Keio University. Die Erprobung des Triebwerks ist Teil eines kooperativ angelegten Forschungsprogramms mit dem Schwerpunkt integrierte Steuerung von Flugwerken und Antriebssystemen von Hyperschallflugzeugen.
Eine Frage der Temperatur
Die Wissenschaftler simulierten auf der Testanlage Flugbedingungen, wie sie bei Flügen bei Mach 5 vorkommen können. Unter diesen Flugbedingungen entstehen hohe Temperaturen um die Flugzelle in einer Größenordnung von bis zu etwa 1000 °C. Der Jaxa soll es gelungen sein, ein Flugwerk zu entwickeln, bei dem die Temperaturen im Inneren auf nahezu „normalen Temperaturen“ gehalten werden konnten.







