PfadnavigationHomePanorama„Immer wieder sonntag“„Die Sendung war mein Leben“ – Stefan Mross erhebt nach TV-Aus schwere Vorwürfe gegen ARDStand: 11:14 UhrLesedauer: 3 MinutenModerator Stefan Mross bei „Immer wieder Sonntags“Quelle: Philipp von Ditfurth/dpaIm September sendet die ARD die letzte Ausgabe von „Immer wieder sonntags“. Nun äußert sich Moderator Stefan Mross erstmals zum Aus der Show. Besonders die Art eines Gesprächs habe ihn schockiert.Mehr als 30 Jahre lief die Schlagersendung „Immer wieder sonntags“ in der ARD, im Durchschnitt schalteten mehr als eine Million Zuschauer ein. Trotzdem verkündete der verantwortliche SWR im Januar 2026 überraschend das Aus der Show. „Als mir die Entscheidung des Senders mitgeteilt wurde, nur wenige Stunden, bevor die Öffentlichkeit davon erfuhr, hat mir das den Boden unter den Füßen weggezogen“, sagte nun Stefan Mross, der die Sendung zuletzt moderierte, der „Bild“-Zeitung.Es ist das erste Mal, dass sich Mross zu der Entscheidung und dem „schlimmen Tag“ äußert. Eigentlich habe er ein Gespräch über die Zukunft der Sendung erwartet, erinnert sich Mross an den Termin: „Ich hatte beste Laune.“ Dann aber habe er bemerkt, dass nur zwei SWR-Vertreter am Tisch saßen, eine Frau und ein Mann: „Ich witzelte noch: Oh ha, das schaut ja nach Kündigung aus.“ Darauf habe einer der beiden reagiert mit den Worten: „Ja, damit wären wir schon beim Thema. Das ganze Format wird eingestellt“, erinnert sich Mross.Lesen Sie auchBesonders die Art des Gesprächs habe ihn schockiert. „Er sagte mir knallhart ins Gesicht, dass nach dieser Staffel Schluss ist mit meiner Sendung“, sagte Mross der „Bild“ weiter. Zudem hätten die Verantwortlichen verlangt, dass er innerhalb weniger Minuten vorbereitete Zitate für die Öffentlichkeit freigebe. „Als wäre das Aus meiner Show in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt.“ Er habe sich jedoch geweigert zu unterschreiben, denn „ich stand unter Schock“. Deshalb habe er gemeinsam mit seiner Partnerin Eva den Raum verlassen. „Natürlich sind an diesem Tag Tränen geflossen“, sagte Mross. „Die Sendung war mein Leben.“Der Sender hatte das Absetzen der Sendung mit Sparmaßnahmen begründet. Das Geld solle einerseits eingespart und andererseits in die Entwicklung neuer digitaler Unterhaltungsformate investiert werden. „Ich kann das nicht nachvollziehen und empfinde mangelnde Wertschätzung“, sagte Mross.Lesen Sie auchAllerdings hatte Mross auch immer wieder mit Vorfällen für Diskussionen gesorgt. 2022 löste er Irritationen aus, als er während der Sendung ein Mädchen interviewte und fragte: „Was ist das Besondere daran, auf einem (M)Ross zu reiten?“ 2023 prüfte der SWR einen weiteren Vorfall, der nach einer Schlägerei in einem Hotel bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Das Verhältnis zwischen Moderator und Sender galt auch deshalb nicht als unbelastet.Lesen Sie auchMross dagegen behauptet nun, er habe nach dem Aus viel Rückhalt erhalten. „Viele sind stinksauer“, sagte Mross über Fans, Künstler und Unterstützer der Show. Es habe auch viele Beschwerden gegeben. Gleichzeitig blickt der Moderator mit Sorge nach vorn. Auf die Frage, ob er Angst vor der Zukunft habe, antwortete er offen: „Natürlich.“ Konkrete neue TV-Pläne gebe es noch nicht. Stattdessen wolle er 2027 mit seinem eigenen Bühnenprogramm „Immer wieder Stefan“ auf Tour gehen. Dafür seien bereits 60 Termine geplant.Ab dem 31. Mai sollen noch 13 Folgen von „Immer wieder sonntags“ ausgestrahlt werden, die er genießen wolle: „Ich will Spaß haben auf der Bühne. Alles andere wäre unfair dem Publikum gegenüber.“ Die letzte Folge läuft am 6. September. Ein Nachfolgeformat in der ARD soll es nicht geben, allerdings sendet das ZDF mit dem „Fernsehgarten“ unter Moderatorin Andrea Kiewel weiterhin ein ähnliches Format – auch mit besseren Quoten.kami