Die Self-Publishing-Plattform „Tredition“ hat KI-generierte Pseudowissenschaftsbücher aus ihrem Angebot entfernt. Das Unternehmen geriet in die Kritik, weil dort offenbar in größerem Umfang vermeintliche Fachbücher erschienen waren, die von einer KI erzeugt und nicht als solche gekennzeichnet wurden. Brisant ist dabei auch die Eigentümerstruktur: Über ihre Beteiligungsgesellschaft ddvg hält die SPD 9,9 Prozent an dem Hamburger Anbieter.
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtete, stammten die betroffenen Titel nahezu ausnahmslos von einem einzigen Nutzer, der unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlicht hatte. Darunter war eine Biografie über Johann Christoph Bach, die fälschlich behauptete, dieser sei der Vater von Johann Sebastian Bach. Mit dazu erfundenen Quellenangaben.
Käufer erhalten Geld zurück
„Bedauerlicherweise wurde das nicht bemerkt“, räumte Geschäftsführerin Sandra Latußeck gegenüber der FAZ ein. Das Unternehmen habe die Publikationen fristlos gekündigt, sämtliche Titel aus dem Vertrieb genommen und Löschmeldungen an den Buchhandel versandt. Käufer, die die Bücher über den eigenen Onlineshop bezogen haben, erhalten demnach den Kaufpreis erstattet. Auch betroffene Bibliotheken wurden direkt angeschrieben.








