Die Rollen, die Luna Jordan spielte, waren selten leicht. In „Kommissarin Lucas – Tote Erde“ spielte sie die junge Marie Bacher in einem Krimi über Schuld, Gewalt und familiäre Abgründe. In „Polizeiruf 110: Your Body, My Choice“ war sie als Lara Becker zu sehen, eine Pro-Choice-Aktivistin in einem Fall um Schwangerschaftsabbruch und Selbstbestimmung.

Die jungen Frauen, die sie spielte, waren immer verletzlich, meistens auch wütend. Als Zuschauer hatte man das Gefühl, dass sie nicht einfach vor der Kamera steht, sondern in ihren Rollen seelisch etwas durcharbeitet. Nun ist die Berliner Schauspielerin tot. Wie ihre Agentur Players am Montag unter Berufung auf die Familie mitteilte, starb Luna Jordan bereits am 13. Mai plötzlich und unerwartet. Sie wurde 25 Jahre alt. Angaben zur Todesursache wurden nicht gemacht.

Es ist ein Tod, der auch deshalb so schwer zu fassen ist, weil Luna Jordan noch am Anfang einer Karriere stand, die gerade sichtbar Fahrt aufnahm. Erst im März war sie im „Polizeiruf 110“ zu sehen. In der ZDF-Reihe „Jenseits der Spree“ spielte sie an der Seite von Jürgen Vogel. Dazu kamen Produktionen wie „Euphorie“, „Sleeping Dog“, „Wild Republic“, „Dead Girls Dancing“ und der Kinofilm „Run Me Wild“.