In einer Informationsveranstaltung am Montagnachmittag hat TU-Präsidentin Fatma Deniz bekannt gegeben, dass eine Wiedereröffnung des gesperrten Hauptgebäudes (HG) im laufenden Sommersemester nach aktuellem Stand unwahrscheinlich ist. Deniz präzisierte dabei die massiven technischen Mängel und Sicherheitsrisiken, die eine Fortführung des Betriebs derzeit unmöglich machen.

Laut Deniz war ein durch Rost verursachtes Leck in einer Trinkwasserleitung der Auslöser für die akute Sperrung. Die Situation sei bautechnisch brisant, da unmittelbar unter der betroffenen Rohrleitung ein Notstromkabel verläuft. Der Austausch der Leitung wurde bereits in Auftrag gegeben.

Die bisherige Begehung war nur punktuell

Die Präsidentin stellte jedoch klar, dass das Gebäude auch nach Abschluss dieser Reparatur nicht unmittelbar wieder geöffnet werden kann. Die bisherigen Erkenntnisse basieren laut Deniz lediglich auf einer punktuellen Begehung, bei der bereits derart massive Mängel dokumentiert wurden, dass eine sofortige Sperrung des Gebäudes notwendig war. Eine vollständige Begehung des gesamten Gebäudekomplexes steht noch aus. Erst diese werde Klarheit über das weitere Vorgehen schaffen.

Deniz bezifferte den Flächenverlust durch die Schließung auf rund 30.000 Quadratmeter, was unter anderem 18.000 Quadratmeter Büroflächen, 4000 Quadratmeter Hörsäle und die 14.000 Quadratmeter große Bibliothek umfasst. Sie betonte deutlich, dass zwar alternative Räume aktiv gesucht und auch gefunden werden, dieser massive Wegfall aber nicht vollständig kompensiert werden könne.