Heiko Büttner ist nicht zum ersten Mal S-Bahn-Chef. „Doch wenn man von München nach Berlin kommt, ist das schon eine andere Nummer“, sagte der neue Vorsitzende der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH. „Meine Firma ist für diese Stadt enorm wichtig. Wenn wir nicht funktionieren, spürt das ganz Berlin.“ Mit rund 3000 Beschäftigten befördert die S-Bahn pro Werktag rund 1,4 Millionen Fahrgäste.
Anderthalb Monate nachdem der 58-jährige Nordbayer seinen Posten bei dem größten Berliner Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB) angetreten hat, setzt er jetzt einen ersten Akzent. Am 1. Juni startet die S-Bahn ein Sofortprogramm für mehr Sauberkeit und Sicherheit, kündigte Büttner bei seinem ersten Pressegespräch in Berlin an.
Künftig sollen mobile Teams täglich ab 5 Uhr im gesamten S-Bahn-Netz unterwegs sein. Die Reinigungs- und Sicherheitskräfte haben die Aufgabe, Müll zu entfernen und die Beförderungsbestimmungen durchzusetzen. Wer stört, werde auf die Regeln hingewiesen, hieß es.
Ist Berlin eine failed City? „Maßlos übertrieben“
Zu den Aufgaben der Teams gehöre es auch, Personen „ohne Beförderungsbedürfnis aus den Zügen zu verbringen“, ergänzte Büttner. Das Wort „Wohnungslose“ vermied er sorgfältig. Doch es geht auch um sie. Fast jeder Stammfahrgast weiß, wie es ist, in eine S-Bahn zu steigen, in der Wohnungslose die vergangenen Stunden verbracht haben. „Es ist ein schwieriges Thema“, gab der Jurist zu.








