Attentat in San diego : Polizei: Todesopfer retteten bis zu 140 Kindern das Leben19.05.2026, 22:52Lesezeit: 2 Min.Nach Einschätzung der Ermittler hätte es bei dem Angriff auf eine Moschee in San Diego deutlich mehr Tote gegen können. Vor allem das Eingreifen der drei Todesopfer habe viele Leben gerettet.Bei dem tödlichen Angriff auf eine Moschee in San Diego hat der getötete Wachmann der Einrichtung nach Darstellung der Polizei weit Schlimmeres verhindert. Sein Handeln hat zweifellos dazu geführt, dass die beiden Verdächtigen aufgehalten, abgelenkt und letztendlich abgehalten wurden, in den Bereich der Moschee vorzudringen, in dem sich bis zu 140 Kinder befanden, wie Polizeichef Scott Wahl bei einer Pressekonferenz sagte.Demnach lieferte sich der Wachmann einen Schusswechsel mit den 17- und 18-jährigen Angreifern. Währenddessen sei zu sehen, wie er mit seinem Funkgerät die Abriegelung des Gebäudes veranlasst habe. „Leider kam er bei diesem Schusswechsel ums Leben.“30 Schusswaffen und eine Armbrust gefundenNach bisherigen Kenntnissen versuchten die beiden anderen Todesopfer zudem, die Aufmerksamkeit der Angreifer von der Moschee weg zu lenken hin zu einem Parkplatz. Wahl zufolge wurden die beiden Männer dort von den Angreifern eingekesselt und getötet. Wären die Tatverdächtigen nicht von ihrem Plan abgelenkt worden, „hätte es gestern zweifellos viel mehr Todesopfer gegeben“, sagte Wahl. Die nahende Polizeipräsenz habe die Angreifer schließlich zur Flucht getrieben.Bei dem Angriff auf das islamische Zentrum waren am Montag drei Menschen getötet worden, die beiden Tatverdächtigen wurden wenig später tot in einem Auto aufgefunden – mutmaßlich durch selbst zugefügte Schusswunden. Nach Angaben der Ermittler fand die Polizei in dem Fahrzeug antiislamische Schriften. Wie Wahl weiter mitteilte, wurden bei Durchsuchungen weitere Beweisstücke gesichert. Darunter seien auch 30 Schusswaffen sowie eine Armbrust.Die Polizei untersucht die Tat laut US-Medienberichten inzwischen offiziell als Hassverbrechen. Nach Angaben der Ermittler wurden auf einer der verwendeten Waffen Hassbotschaften entdeckt. Zudem fanden Beamte in dem Fahrzeug der mutmaßlichen Täter antiislamische Schriften. In einem Abschiedsbrief eines der Verdächtigen sei außerdem von „rassischem Stolz“ die Rede gewesen, berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise.Die Mutter eines der Verdächtigen hatte laut Polizei rund zwei Stunden vor der Tat die Behörden alarmiert. Ihr Sohn sei verschwunden, ebenso mehrere Waffen und ein Auto der Familie. Zudem habe sie angegeben, der Jugendliche sei bewaffnet, suizidgefährdet und gemeinsam mit einem Freund in Tarnkleidung unterwegs. Die Polizei hatte daraufhin Beamte vorsorglich zu möglichen Zielen wie Schulen und Einkaufszentren entsandt.Die Ermittlungen werden gemeinsam mit der Bundespolizei FBI geführt. Der Bürgermeister von San Diego, Todd Gloria, hatte erklärt: „Islamfeindlichkeit hat keinen Platz in San Diego.“ Auch Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hatte die Tat bereits scharf verurteilt.