Selenskyj genehmigt neue Angriffspläne Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben Pläne für Angriffe im Juni im Abwehrkampf der Ukraine gegen die russische Invasion genehmigt. Dieser Monat habe eine Veränderung der Dynamik zugunsten der Ukraine gebracht, sagte er in einer abendlichen Videoansprache. Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj und Generalstabschef Andrij Hnatow hatten ihm demnach Bericht erstattet. Die Ukraine halte ihre Stellungen besser und unternehme mehr Angriffe, sagte Selenskyj. Als besonders bedeutend beschrieb er Gegenangriffe Kiews mit Drohnen im russischen Hinterland. Sie hätten im Mai ihre Wirksamkeit gezeigt und müssten nun kreativ weiterentwickelt werden, sagte Selenskyj.Irem YildirimLettland protestiert gegen Desinformation aus Moskau Lettland wirft Russland massive Desinformation über die jüngsten Drohnenvorfälle in den baltischen Staaten vor. Demnach behauptet Moskau, Estland, Lettland und Litauen ließen zu, dass ihr Territorium für ukrainische Angriffe gegen Russland genutzt werde. Dies wurde von der lettischen Staatsführung entschieden zurückgewiesen. Das Außenministerium des EU- und NATO-Mitglieds bestellte zudem einen Vertreter der russischen Botschaft ein und überreichte eine Protestnote.„Russland verbreitet seit einigen Wochen die Lüge, die baltischen Staaten und Finnland würden unseren Luftraum für ukrainische Angriffe zur Verfügung stellen“, sagte Außenministerin Baiba Braze nach einem Treffen mit ihrer kanadischen Amtskollegin Anita Anand. Dies stimme nicht und sei russischen Vertretern durch Einbestellung ins Außenamt aber auch über andere Quellen mitgeteilt worden. „Heute wurde eine neue Lüge vom russischen Auslandsgeheimdienst verbreitet, die wir entschieden zurückgewiesen und widerlegt haben.“ Russischer Diplomat droht baltischen Staaten Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja wirft der Ukraine vor, militärische Drohnen von Lettland und anderen baltischen Staaten aus starten zu wollen. Eine NATO-Mitgliedschaft werde diese Länder nicht vor Vergeltung schützen, warnt er vor dem UN-Sicherheitsrat. Kiew habe bereits Drohneneinheiten nach Lettland entsandt. Die lettische UN-Gesandte Sanita Pavluta-Deslandes weist die Äußerungen umgehend als frei erfunden zurück. Die stellvertretende US-Botschafterin Tammy Bruce erklärt, die UN seien kein Forum für Drohungen gegen ein Ratsmitglied. Die USA würden all ihren NATO-Verpflichtungen nachkommen. Lettland ist gegenwärtig ein nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat. Putin in Peking eingetroffenWenige Tage nach US-Präsident Donald Trump ist Kremlchef Wladimir Putin zu einem Besuch in China eingetroffen. Putin werde von einer Delegation aus Ministern und Managern von staatlichen und privaten Konzernen begleitet, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Bei den Gesprächen auf Einladung von Chinas Staatschef Xi Jinping gehe es um einen Ausbau der privilegierten strategischen Partnerschaft beider Länder. Putin sagte in einem vor der Abreise aufgenommenen Video, er freue sich, erneut China zu besuchen. Insbesondere führe auch die noch neue Visafreiheit zu engeren Kontakten zwischen den Menschen. Putin hob zudem hervor, dass das Handelsvolumen auf mehr als 200 Milliarden US-Dollar gewachsen sei. China ist der wichtigste Handelspartner für die Energiemacht Russland. Bundeskanzler Friedrich Merz hofft darauf, dass Xi auf den russischen Staatschef einwirkt, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. „Wir erwarten jetzt nicht einen grundlegenden Wechsel in den strategischen Beziehungen zwischen Russland und China“, sagte Merz nach einem Treffen mit dem Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin in Berlin. „Aber wir verbinden natürlich mit diesem Besuch die Hoffnung, dass Präsident Xi auch auf Präsident Putin einwirkt, diesen Krieg in der Ukraine zu beenden, den er nicht gewinnen kann.“ Russland will über den Bau der neuen Gaspipeline „Sila Sibirii 2“ sprechen, die über die Mongolei nach China führen soll. Russland will seine bisher schon massiven Gaslieferungen durch die „Sila Sibirii 1“ mit einer neuen Leitung noch deutlich ausbauen. China gehört auch zu Russlands wichtigsten Ölkunden. Merz hofft auf Xi Bundeskanzler Friedrich Merz hofft darauf, dass Chinas Präsident Xi Jinping bei seinem Treffen mit Wladimir Putin in Peking auf den russischen Staatschef einwirkt, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. „Wir erwarten jetzt nicht einen grundlegenden Wechsel in den strategischen Beziehungen zwischen Russland und China“, sagte Merz nach einem Treffen mit dem Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin in Berlin. „Aber wir verbinden natürlich mit diesem Besuch die Hoffnung, dass Präsident Xi auch auf Präsident Putin einwirkt, diesen Krieg in der Ukraine zu beenden, den er nicht gewinnen kann.“ Der Kanzler verwies darauf, dass der Krieg jeden Tag „hohe Verluste an Menschenleben“ für Russland bedeute. Kiew bestreitet Russlands Vorwurf, Angriffe von Lettland aus geplant zu habenDie Ukraine hat russische Behauptungen über die Vorbereitung von Drohnenangriffen auf Russland vom lettischen Staatsgebiet aus zurückgewiesen. Das Außenministerium in Kiew wirft Russland vor, damit „die jüngste Reihe von Unwahrheiten“ zu verbreiten. „Die Ukraine nutzt bei ihren Einsätzen gegen Russland weder das Territorium noch den Luftraum Lettlands und hat dies auch nicht vor“, schrieb Ministeriumssprecher Heorhij Tychyj auf der Plattform X. Ukraine greift Raffinerie von Lukoil anDie Ukraine hat nach Angaben ihres Generalstabs eine russische Ölraffinerie des Konzerns Lukoil in der Region Nischni Nowgorod angegriffen. Weiteres Ziel sei eine Ölpumpstation in der Region Jaroslawl gewesen. Das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt, teilt das Militär über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Mindestens vier Tote bei russischem Raketenangriff in der Nordukraine Bei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Bei einem Angriff mit ballistischen Raketen auf das Zentrum von Pryluky rund 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Kiew seien zwei Menschen getötet worden, teilten die Behörden der Region Tschernihiw am Dienstag mit. Mindestens 20 weitere Menschen seien verletzt worden, darunter ein Kind. Ein Einkaufszentrum und ein Supermarkt seien beschädigt worden. Im Dorf Hluchiw nahe der Grenze zu Russland seien zwei Männer im Alter von 52 und 58 Jahren durch einen Drohnenangriff getötet worden, gaben die Behörden der nordöstlichen Region Sumy in Onlinediensten bekannt. Vier weitere Menschen seien verletzt worden. Bei dem Angriff sei „zivile Infrastruktur“ getroffen worden. Russland und Belarus üben für AtomwaffeneinsatzDas russische Militär hält nach Angaben des Verteidigungsministeriums von diesem Dienstag bis Donnerstag ein Manöver seiner Atomstreitkräfte ab. Die Personalstärke werde mehr als 64.000 betragen. Unter anderem soll den Angaben zufolge auf russischem Gebiet der Einsatz von ballistische Raketen und Marschflugkörpern geübt werden. Am Montag hatte auch das mit Moskau Verbündete Belarus mitgeteilt, Atomwaffenübungen abzuhalten. Die Ukraine kritisierte das scharf. Die Stationierung taktischer Atomwaffen in dem Land sei eine „beispiellose Herausforderung“ für die globale Sicherheit, teilte das Außenministerium in Kiew mit. „Indem der Kreml Belarus zu seinem nuklearen Aufmarschgebiet an den Grenzen der NATO macht, legitimiert er de facto die weltweite Verbreitung von Atomwaffen und schafft einen gefährlichen Präzedenzfall für andere autoritäre Regime.“ Die Regierung in Kiew fordert ihre westlichen Verbündeten zudem auf, die Sanktionen gegen Moskau und Minsk zu verschärfen. Solche Handlungen müssten von allen Staaten, die das Regime zur Nichtverbreitung von Atomwaffen respektieren, unmissverständlich und entschlossen verurteilt werden. Ukraine und Russland melden gegenseitige LuftangriffeRussland hat in der Nacht zum Dienstag den größten ukrainischen Donau-Hafen Ismajil angegriffen. Dabei wurden nach Angaben örtlicher Behörden Hafenanlagen beschädigt. Fast alle Flugkörper seien abgeschossen worden, es gebe keine Opfer. In der nordöstlichen Stadt Charkiw wurden zwei Menschen unter den Trümmern eines durch einen Drohnenangriff zerstörten Gebäudes vermutet. Zwei weitere Menschen seien gerettet worden, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Zudem wurden aus den Regionen Dnipropetrowsk, Mykolajiw und Saporischschja Angriffe gemeldet.Auch die Ukraine startete mehrere Angriffe. In der Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau, wo sich Anlagen zur Erdölverarbeitung befinden, brach Gouverneur Michail Jewrajew zufolge ein Feuer in einer Industrieanlage aus. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb auf der Plattform X, die russische Raffineriekapazität sei in den vergangenen Monaten um zehn Prozent gesunken. Russische Behörden meldeten weitere Angriffe auf Moskau, die Ukraine grenzenden Region Kursk mit einem Todesopfer, Rostow und andere zentralrussische Gebiete.Uli PutzRussland meldet ukrainische Drohnenangriffe auf mehrere RegionenMehrere russische Regionen waren in der Nacht nach Angaben der örtlichen Behörden Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. In der nordöstlich von Moskau gelegenen Region Jaroslawl warnte Gouverneur Michail Jewrajew Autofahrer über den Kurznachrichtendienst Telegram davor, in Richtung der Hauptstadt zu fahren. Sie sollten stattdessen alternative Routen nutzen. Auch die Region Rostow am Don wurde dem dortigen Gouverneur zufolge mit Drohnen angegriffen.Uli PutzPutin: Beziehungen zu China auf „beispiellosem Niveau“Die Beziehungen zwischen Russland und China haben nach den Worten des russischen Präsidenten Wladimir Putin ein „beispielloses Niveau“ an Verständnis und Vertrauen erreicht. Beide Länder seien bereit, sich bei Kerninteressen wie der nationalen Einheit und dem Schutz der Souveränität gegenseitig zu unterstützen, erklärte Putin in einer Videobotschaft vor seiner Reise nach China. Die strategische Verbindung zwischen Moskau und Peking spiele eine stabilisierende Rolle in der Welt. Zudem bauten beide Staaten ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Politik und Verteidigung aktiv aus. Die Freundschaft richte sich gegen niemanden, sondern diene dem Frieden und dem Wohlstand, fügte Putin mit Blick auf seine geplanten Gespräche mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping hinzu.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Selenskyj genehmigt neue Angriffspläne | FAZ
Ukrainischer Präsident: Veränderung der Kriegsdynamik zugunsten der Ukraine +++ Putin in Peking eingetroffen +++ Russland hält Manöver seiner Atomstreitkräfte ab +++ Merz: Führen mit Nachdruck Gespräche über Friedenslösung +++ alle Neuigkeiten im Liveblog







