Manuel Neuer feiert sein Comeback. Der „Sweeper-Keeper“ aus Gelsenkirchen bringt einen Hauch von Nostalgie mit. Doch 2014 wird nicht zurückkehren.

E s ist endlich offiziell. Also fast. Jedenfalls laut Bild-Zeitung: Manuel Neuer is back. Back im Fußballnationalteam der Männer, aus dem er nach der EM 2024 mit 38 Jahren eigentlich zurückgetreten war. Ja, sogar als Nummer eins im Kader für die Weltmeisterschaft nächsten Monat wird er antreten.

Und, wenn die Bild das verkündet, dann ist das fast offizieller als die für Donnerstag geplante Bekanntgabe des WM-Kaders durch Bundestrainer Julian Nagelsmann höchstpersönlich. Auch DFB-Torwart Oliver Baumann wisse schon Bescheid, heißt es. Er fährt, mit seinen jungen 35 Jahren, doch nur als Ersatzkeeper zur WM. Obwohl er die DFB-Mannschaft durch die WM-Quali gebracht hat, muss er der Torwart-Legende Neuer (erfahrene 40) weichen.

Nagelsmann hält sich zu der Entscheidung noch bedeckt. Währenddessen haben sich aber schon die viel relevanteren deutschen Fußballstimmen geäußert: Lothar Matthäus versteht die Entscheidung aus sportlicher Sicht; was ihm nicht gefällt, sei die intransparente Art und Weise, wie Nagelsmann kommuniziere. Oliver Kahn spricht aus eigener Erfahrung und befürchtet, dass Neuer mit seinen 40 Jahren die WM nicht mehr auf allerhöchstem Niveau durchhalten könnte. Und Markus Söder weiß einfach: „Es macht Deutschland ein Stück stärker.“