Im Berliner Unity Hub bekommen ukrainische Kriegsgeflüchtete Hilfe im Alltag. Die Bundesregierung finanziert das Projekt auch mit Blick auf ihre Rückkehr.
E in Wartezimmer ist ein Wartezimmer. Dieses hier liegt in frisch renovierten Räumen mit hohen Decken, auf dem Teppichboden ist Kinderspielzeug verstreut. Es könnte genauso gut zu einer großen Zahnarztpraxis gehören. Erst auf den zweiten Blick fällt auf: Die Plüschtiere auf der Fensterbank tragen kugelsichere Westen.
Die Menschen, die hier warten, kommen nicht wegen eines Arzttermins. Sie sitzen im Unity Hub, das Mitte April in Berlin-Mitte eröffnet wurde. Die Einrichtung ist ein ukrainisch-deutsches Gemeinschaftsprojekt: Die Regierung in Kyjiw sorgt für den Betrieb, die Bundesregierung zahlt die Miete, rund 4 Millionen Euro im Jahr. Laut dem ukrainischen Ministerium für Soziales, Familie und ukrainische Einigkeit soll der Hub eine Anlaufstelle sowohl für Ukrainer*innen sein, die überlegen, in ihr Herkunftsland zurückzukehren, als auch für die, die in Deutschland bleiben wollen. Letzteren soll die Einrichtung auch helfen, ihre „ukrainische Identität“ im Ausland zu bewahren. Ähnliche Zentren gibt es inzwischen auch in anderen europäischen Ländern.






