In der Krise der deutschen Autobauer bezieht die Gewerkschaftsseite Position : IG-Metall-Chefin Christiane Benner (58) fordert im Interview mit meinem Kollegen Michael Freitag Schutz von der EU in Brüssel, ein Aufweichen des Verbrenner-Aus und ein bisschen Lernen von China. So wie dort müsse in den Unternehmen schneller entschieden und das Auto anders gedacht werden – „stärker vom Kunden beziehungsweise von der Software“. Sogar dass in deutschen VW-Werken künftig chinesische Autos gebaut werden, sei vorstellbar.
Allerdings: Es müsse auch weiterhin ein Großteil der Wertschöpfung in Europa bleiben: „Wir brauchen eine Pflicht zu ‚Made in Europe‘!“, fordert die IG-Metall-Chefin, die zugleich Vize-Aufsichtsratsvorsitzende bei Volkswagen ist. Vier deutsche VW-Werke infrage zu stellen, wie VW-CEO Oliver Blume (57) es getan hat, sei „nicht akzeptabel“. Wie sieht Benner die Gesamtlage der Branche? „Wettbewerbsfähig, aber auch ausbaufähig.“
Das Auto anders denken: IG-Metall-Chefin Christiane Benner
Die Wirtschaftsnews des Tages:Der zweitgrößte deutsche Autozulieferer, ZF Friedrichshafen, hält an der Entwicklung und der Produktion von E-Motoren fest. Er streicht jedoch weitere Stellen in diesem Bereich. Die Mitarbeiter des Werkes Schweinfurt schöpfen wieder Hoffnung.Der Gabelstaplerbauer Jungheinrich, den ein Familienzwist lähmt, hat einen neuen Aufsichtsratschef: Andreas Umbach (62). Wer er ist und was bei der heutigen Hauptversammlung der Aktionäre sonst noch geschah , berichten meine Kollegen Kirsten Bialdiga und Theodor Harzer.Der Batteriehersteller Varta schließt seine Fabrik in Nördlingen. Ein großer Kunde – angeblich Apple – ist abgesprungen. Bis zu 350 Menschen verlieren ihren Job.Die Deutsche Larissa Schneider (36) hat das KI-Start-up Unframe mitgegründet. Jetzt hat das Unternehmen aus Cupertino und Berlin weitere 50 Millionen Dollar bei Investoren eingesammelt, weiß mein Kollege Lukas Heiny. Unframe kann damit sein Kapital verdoppeln.„Es gibt immer was zu tun“, wirbt Hornbach. Passend zum Claim meldet die Baumarktkette (die sich gerade von ihrer langjährigen Werbeagentur HeimatTBWA getrennt hat) einen „erfreulichen“ Start in die Frühjahrssaison. Trotz Konsumflaute steigerte der Konzern seinen Umsatz.Die britische Großbank Standard Chartered will mit hartem Stellenabbau profitabler werden. Bis 2030 sollen über 7000 Arbeitsplätze wegfallen – mehr als 15 Prozent der Jobs.







