Hessen : LKA stellt Waffen bei Razzia gegen Rechtsextreme sicher19.05.2026, 16:39Lesezeit: 1 Min.Das LKA Hessen durchsucht Wohnungen und findet Waffen sowie digitale Beweismittel. „Das Gefahrenpotential von Personen aus dem rechten Spektrum ist real und hoch“, sagt LKA-Präsident Daniel Muth.Wegen rechtsextremer politischer Kriminalität hat das Landeskriminalamt (LKA) sechs Durchsuchungsbeschlüsse in Hessen vollstreckt. Die Ermittler durchsuchten Wohnungen in den Landkreisen Main-Kinzig, Marburg-Biedenkopf, Gießen, Bergstraße und in Frankfurt, wie das LKA mitteilte. Betroffen waren demnach sechs Männer im Alter zwischen 25 und 62 Jahren.Bei den sechs Wohnungsdurchsuchungen seien zahlreiche Beweismittel sichergestellt worden. Neben Waffen, Waffenteilen und Pfefferspray hätten die Ermittler auch Mobiltelefone, Laptops, PCs, Tablets und weitere Speichermedien sichergestellt. Die Durchsuchungsbeschlüsse wurden unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Volksverhetzung und des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz erlassen, hieß es.„Das Gefahrenpotential von Personen aus dem rechten Spektrum ist real und hoch. Die Ereignisse in den letzten Jahren machen dies deutlich“, sagte LKA-Präsident Daniel Muth einer Mitteilung zufolge. Um die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu schützen, ergreife die hessische Polizei alle notwendigen Maßnahmen.Die Fallzahlen im Bereich der politisch motivierten Kriminalität von Rechtsradikalen steigen in den letzten Jahren zunehmend an. In den Jahren 2017 und 2018 wurden dem LKA zufolge noch rund 600 Straftaten statistisch erfasst. 2025 seien in Hessen fast 2500 Straftaten politisch motivierter Kriminalität aus dem rechtsextremen Bereich registriert worden.