PfadnavigationHomeSportFußballWMArtikeltyp:LivetickerLiveblog deutscher Kader„Sind wir bei einer Kaffeefahrt?“ Sammers Wutrede im Fall NeuerStand: 10:30 UhrLesedauer: 5 MinutenTorwart Manuel Neuer wird nach Informationen der „Bild“ als Nummer eins im deutschen Nationalteam zur Fußball-WM in diesem Sommer reisen.Am Donnerstag gibt der Bundestrainer den WM-Kader bekannt. Manuel Neuer löst Oliver Baumann im deutschen Tor ab. Die bisherige Nummer 1 wurde von Nagelsmann informiert. Alle wichtigen News in unserem Liveblog.Am Donnerstag nominiert Julian Nagelsmann den 26 Spieler umfassenden Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko. 55 Spieler stehen auf einer bei der Fifa eingereichten Liste. Nur wessen Name hier genannt wurde, kann auch im endgültigen Kader stehen. Vor allem die Personalie Manuel Neuer elektrisiert Fußball-Deutschland. In unserem Liveblog halten wir Sie über alle News, Meinungen und Gerüchte rund um die Nominierung auf dem Laufenden.Mitleid mit Baumann? „Überhaupt nicht“, sagt Sammer Bei „Sammer & Basile – Der Hagedorn-Talk“ (Dienstag um 21.00 Uhr auf Sky) mit Moderator Riccardo Basile reagiert Matthias Sammer mit harten Sätzen auf die Entscheidung, Manuel Neuer bei der WM wieder zur Nummer eins im deutschen Tor zu machen. Sammer antwortet auf die Frage, ob ihm Baumann leid tut: „Überhaupt nicht. Der Leistungssport ist eben nicht nur Honig, Milch und Schokolade. Die müssen nicht nur ihr Mäulchen aufmachen – sie werden knallhart dafür bezahlt. Der Beste muss spielen. Es gibt keine andere Prämisse. Man kann jetzt wieder sagen: Ja, der Beste – und das muss zur Mannschaft passen, und die anderen Mitspieler sind dann möglicherweise traurig. Dann sage ich: Gleich mit zu Hause lassen! Sensibilität ist alles gut und schön, aber möglicherweise nicht geeignet für den Leistungssport. Dann sollen eben alle, die weinen, mit nach Hause.“Dann sagte der BVB-Berater über die Wahl pro Neuer: „Das ist die richtige Entscheidung. Jetzt kann man in aller Härte sagen: Nein, das wollen wir nicht. Aber Entschuldigung: Sind wir bei einer Kaffeefahrt oder im Hochleistungssport? Das Ziel muss sein, den besten Torhüter zum jetzigen Zeitpunkt zu haben. Und Neuer ist der beste deutsche Torhüter, den wir haben.“Neuer als Nummer eins dabeiTorwart Manuel Neuer (40) wird nach Informationen der „Bild“ als Nummer eins im deutschen Nationalteam zur Fußball-WM in diesem Sommer reisen. Bundestrainer Julian Nagelsmann habe den bisherigen Stammkeeper Oliver Baumann angerufen und ihm mitgeteilt, dass er mit Bayern-Torhüter Neuer zwischen den Pfosten plane, berichtete „Bild“ am frühen Morgen. Baumann (35) habe dem Bundestrainer zugesichert, dass er dem DFB-Team auch als Ersatzkeeper für die WM zur Verfügung stehen werde. Lesen Sie auchBis zuletzt hatte Nagelsmann eine klare Aussage zu Neuer vermieden. Am Samstag verwies er im ZDF darauf, er wolle zuerst das Gespräch mit allen Spielern suchen, das habe noch nicht stattgefunden. Neuer selbst hatte nach dem letzten Bundesliga-Spieltag ein Comeback nicht mehr ausgeschlossen und auf eine Frage danach geantwortet: „Das müsst ihr nicht wissen.“ Baumann hatte die komplette WM-Qualifikation gespielt und war davon ausgegangen, als Nummer eins zur WM zu fahren.Montag, 18. MaiMatthäus kritisiert DFB-Kommunikation in Neuer-FrageLothar Matthäus würde ein DFB-Comeback von Torhüter Manuel Neuer begrüßen, kritisiert aber die Informationspolitik des Verbands. „Rein sportlich ist diese Überlegung für mich absolut nachvollziehbar. Was mir allerdings nicht gefällt, ist die Art und Weise der Kommunikation“, schrieb der Rekordnationalspieler in einer Sky-Kolumne. Im Umgang mit Oliver Baumann und den Fans habe er Ehrlichkeit und Transparenz vermisst. Lesen Sie auchBundestrainer Nagelsmann sei „einen Weg gegangen, der für ihn vielleicht der richtige war, aber unnötige Diskussionen ausgelöst hat“, kritisierte Matthäus. „Dabei mache ich ihm persönlich keinen Vorwurf – das Thema betrifft den gesamten DFB. Dort arbeiten erfahrene Verantwortliche. Solche Situationen hätte man frühzeitig vermeiden müssen.“Fall Neuer – Lehmann spricht von „Vertrauensbruch“ Jens Lehmann und Oliver Kahn hatten vor der WM 2006 offen um das deutsche Tor gekämpft. Im April vor dem Sommermärchen fiel dann die Entscheidung für Lehmann. Was sagen die beiden Rivalen von einst zur aktuellen Situation um Oliver Baumann und Manuel Neuer, der offenbar vor dem Comeback steht und den Stammtorwart verdrängen soll.Kahn kritisierte im „Doppelpass“ den Bundestrainer: „Wenn sich Julian jetzt auf einmal Gedanken macht, auf einmal schnell einen Torwarttausch vorzunehmen, dann ist das natürlich schon abenteuerlich.“ Lehmann sagte zu „Bild“: „Julian Nagelsmann hatte sich zuletzt offen für Oliver Baumann als Nummer eins ausgesprochen. Wenn es tatsächlich stimmt, dass Manuel Neuer nun im WM-Tor stehen würde, wäre das ein Vertrauensbruch. Auch andere Spieler würden sich Gedanken machen: Kann ich den Aussagen des Bundestrainers glauben?“Havertz empfiehlt sich als MatchwinnerKai Havertz empfiehlt sich nach überstandener Verletzung noch einmal ausdrücklich für den WM-Kader. Der Angreifer wird beim knappen Sieg gegen Burnley zum Matchwinner und steht mit dem FC Arsenal kurz vor dem Gewinn der Meisterschaft. Den ganzen Spielbericht finden Sie hier:Lesen Sie auchCuraçao nominiert Kader mit Bundesliga-ErfahrungDer zurückgekehrte Nationaltrainer Dick Advocaat hat den Kader des deutschen Auftaktgegners Curaçao nominiert. Zu dem 26-köpfigen Aufgebot zählt das Quartett Jürgen Locadia (früher Hoffenheim/Bochum), Riechedly Bazoer (Wolfsburg), Tahith Chong (Bremen) und Joshua Brenet (Hoffenheim), das Bundesliga-Erfahrung aufweisen kann.Lesen Sie auchWM-Neuling Curaçao trifft am 14. Juni (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Houston auf die deutsche Mannschaft. Kritik an Nagelsmann wegen neuer TerminierungDie Weltmeister-Kapitäne Lothar Matthäus und Philipp Lahm haben den Zeitpunkt der Bekanntgabe des WM-Kaders am 21. Mai kritisiert. „Wir haben zwei Tage später ein Pokal-Endspiel, da spielt Stuttgart gegen Bayern. Wie kann ich diese Kadernominierung zwei Tage davor machen, wo ich ganz sicher zwei, drei Spielern wehtun muss, die sich Hoffnungen auf diese Weltmeisterschaft machen?“, sagte Matthäus (65) in einem Doppel-Interview für das WM-Sonderheft der „Sport Bild“. Lahm (42) ist der gleichen Meinung. Bei einigen Spielern könne es im Falle einer Nichtnominierung große Enttäuschungen geben. „Jetzt kann man sagen, wir sind Profis. Aber es macht ja trotzdem was mit den Spielern“, erklärte der Weltmeister von 2014. Nagelsmann hatte die Nominierung vom 12. auf den 21. Mai verlegt. Grund dafür war, dass der DFB-Coach noch den letzten Bundesliga-Spieltag abwarten wollte, um bis zuletzt Eindrücke potenzieller WM-Spieler zu sammeln.