Die italienische Bank Unicredit hat ein Übernahmeangebot für die deutsche Commerzbank unterbreitet. Die Meinungen zu der Übernahme gehen auseinander. Die Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft, Monika Schnitzer, betonte gegenüber der F.A.Z., es gebe aus ökonomischer Sicht gute Gründe, grenzüberschreitende Fusionen sorgfältig zu prüfen, anstatt sie aus politischen Reflexen heraus abzulehnen. Der europäische Finanzmarkt sei weiterhin zu wenig integriert, und insbesondere deutsche Banken arbeiteten weniger produktiv und damit weniger wettbewerbsfähig als viele internationale Konkurrenten. Auch EZB-Präsidentin Christine Lagarde erklärte schon 2024, als die Übernahmediskussion begann, grenzüberschreitende Bankfusionen seien „wünschenswert“, um Europas Kreditinstitute im Wettbewerb mit den größeren US-Banken zu stärken. Erst kürzlich kritisierte deshalb EZB-Vize de Guindos die deutsche Regierung für ihre ablehnende Haltung.
Warum die deutsche Regierung die Commerzbank-Übernahme verbieten sollte
Die Befürworter einer Übernahme übersehen die gesellschaftlichen Funktionen der Commerzbank: Banken versorgen die Unternehmen, Privatpersonen und die staatlichen Organisationen mit Geld und anderen Dienstleistungen.













