Sie befinden sich hier:StartseiteGesellschaftMutter einer in der Ukraine getöteten Deutschen: „Ich war stolz, dass sie etwas unternimmt, während andere dem Grauen tatenlos zuschauen“ © dpa/Thomas Banneyer Tagesspiegel Plus Savita Wagner zog als Deutsche freiwillig in den Ukrainekrieg – und starb. Ihre Mutter Ula wusste nicht, dass ihre Tochter an der Front war. Und lernt sie nun über ihre Tagebücher erst wirklich kennen. Stand: heute, 09:56 UhrFrau Wagner, Sie haben das Tagebuch Ihrer in der Ukraine gefallenen Tochter veröffentlicht. Savita Diana Wagner hatte keinen biografischen Bezug zum Land, keinerlei militärische Vorerfahrung und lediglich einige Semester Medizin studiert. Warum ist sie als Frontsanitäterin freiwillig in den Krieg gezogen?Viele Menschen glauben, Freiwillige gehen in die Ukraine, um dort etwas zu erleben. Für meine Tochter aber wurde ihr europäisches Haus angegriffen, das es zu verteidigen galt. Sie wollte für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte eintreten. Sie kritisierte schon 2014, dass niemand eingriff, als die Krim besetzt wurde. Als die damalige deutsche Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) 5000 Helme in die Ukraine schickte, machte sie das wütend. Wenn Staatslenker nicht handeln, dann müsse sie eben selbst etwas tun.showPaywall:trueisSubscriber:falseisPaid:true