In wohl nur wenigen Unternehmen ist das Verhältnis zwischen Gründer und Firmenleitung so schlecht wie bei Lululemon. Nun wehrt sich die in der jungen Generation beliebte kanadische Sportmarke gegen einen mutmaßlichen Versuch ihres Gründers Chip Wilson, Einfluss im Unternehmen zurückzugewinnen: Lululemon hat die Vorschläge von Wilson zur Sanierung der Marke abgelehnt und ihn dabei scharf kritisiert, wie CNN und andere Medien berichten.
Wilson hat demnach die Marke wiederholt als uncool bezeichnet und vorgeschlagen, den Vorstand umzustrukturieren. In einem Brief an die Aktionäre lehnte Lululemon Wilsons Ideen ab und erklärte, eine Zustimmung dazu auf der kommenden Aktionärsversammlung im Juni würde lediglich »seine fehlgeleiteten Ansichten unterstützen«.Wilson habe »gezeigt, dass er weder das heutige Geschäft noch das Zukunftspotenzial der Marke vollständig versteht und sich weiterhin unnachgiebig auf die Vergangenheit konzentriert«, erklärte Lululemon. »Seine Vision für Lululemon scheint in der Zeit stehen geblieben zu sein; er betrachtet Lululemon durch die Brille eines Gründers, der seit über einem Jahrzehnt nicht mehr im Vorstand sitzt und seit fast 15 Jahren keine operative Verantwortung mehr im Unternehmen trägt.«









