Bei einem Cyberangriff auf die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftlichkeitsprüfung Niedersachsen (Arwini e. V.) sind nach Angaben der Polizeidirektion Hannover Daten aus dem System der Prüfstelle abgeflossen. Arwini verarbeitet Gesundheits- und Abrechnungsdaten gesetzlich Versicherter in Niedersachsen und prüft im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) die Wirtschaftlichkeit ärztlicher Verordnungen. Hinter der Attacke steckt die Ransomware-Gruppe „Kairos“, wie die Polizei heise online bestätigte.

Zuerst hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) über den Vorfall berichtet.

Bis zu 75.000 Datensätze betroffen

Arwini hatte erklärt, dass im schlimmsten Fall bis zu 75.000 Datensätze betroffen sein könnten. Auf Anfrage von heise online antwortete der externe Datenschutzbeauftragte des Unternehmens, Jürgen Recha, dass noch unklar sei, ob und welche Daten überhaupt abgeflossen seien. Die Authentizität der Beispielposts auf der Leaksite der Ransomware-Gruppe „Kairos“ könne Recha nicht beurteilen. Zur konkreten Datenhaltung und technischen Verarbeitung machte Arwini ebenfalls keine Aussagen. Die AOK teilte der HAZ mit, dass ihre eigenen Systeme nicht betroffen seien.