Vom Brick zum Open-Source-Auto: Nach der Pleite des Elektroauto-Herstellers Fisker wollten sich die Besitzer des Sport Utility Vehicle (SUV) Ocean nicht damit abfinden, dass dieses ein Brick ist, wörtlich: ein Ziegelstein, also ein nicht mehr funktionierendes Stück Hardware. Sie haben sich organisiert und die Fahrzeuge wieder zum Laufen gebracht.
Das von dem dänischen Designer Henrik Fisker gegründete Unternehmen Fisker, Inc. musste vor zwei Jahren Insolvenz anmelden und schließen. Dazu gehörte auch, dass die Server abgeschaltet wurden. Damit bekamen die Fahrzeuge keine Updates oder andere Rückmeldungen mehr.
Fisker entwarf sein Fahrzeug jedoch als softwarebasiertes Kfz mit DRM (Digital Restriction Management), also als Auto, das regelmäßig Kontakt zur Unternehmenscloud aufnehmen muss. Und das gilt nicht nur für das Auto selbst, sondern auch für viele Einzelsysteme, wie etwa Infotainment, Akkumanagementsystem, Airbags, Bremsen und sogar die Türen. Ohne Rückmeldung der Server ging nichts mehr.
Reverse Engineering der Fahrzeug-Software
Damit wollten sich etwa 4000 Ocean-Besitzer nicht abfinden. Sie organisierten sich und gründeten die Fisker Owners Association (FOA). Sie versuchten, den CAN-Bus zu hacken und engagierten Experten, die die Software des Fahrzeugs per Reverse-Engineering nachbauten, sodass die Oceans fahren können.







