Stand: 18.05.2026 • 21:06 Uhr

Die britische Labour-Partei steckt in einer Führungskrise. Zwar hat noch kein parteiinterner Konkurrent Premier Starmer offiziell herausgefordert. Doch einer hat nun ein altes Thema neu auf die Agenda gehoben: die EU-Mitgliedschaft.

Es war ein Paukenschlag, als der Labour-Abgeordnete und frisch von seinem Ministerposten zurückgetretene Wes Streeting am Wochenende vor laufenden Kameras folgende Aussage traf: "Die EU zu verlassen, war ein katastrophaler Fehler. Die größte wirtschaftliche Chance, die wir haben, liegt vor unserer Haustür."

Großbritannien brauche eine neue "special relationship" mit der EU, eine neue besondere Beziehung, sagte Streeting - und: "Die Zukunft Großbritanniens liegt in Europa, und eines Tages werden wir wieder Teil der EU sein."

Auch, wenn seine Fans jubelten - die Labour-Partei hatte eigentlich zum Amtsantritt klare rote Linien gezogen: keine Rückkehr in den EU-Binnenmarkt, in die Zollunion oder zur Freizügigkeit. Auch, um nicht all jene Wähler zu verprellen, die 2016 für den Brexit gestimmt hatten und dann 2024 für Labour.