Bundeswehr stoppt Beförderungen: Lang genug strammstehen soll nicht mehr reichen

Bislang erlangten Feldwebel nach 16 Dienstjahren automatisch einen höheren Rang. Das Ministerium setzt dieser Praxis ein Ende. Der Frust ist groß.

Bun­des­wehr­sol­da­t:in­nen am Veteranentag 2025 in Hamburg: Für künftige Beförderungen gilt das Leistungsprinzip

Breuel-Bild/imago

Per Handstreich hat das Verteidigungsministerium die Karriereziele tausender Sol­da­t*in­nen in Deutschland mit Fragezeichen versehen. Dabei geht es um die Laufbahnen bestimmter Unteroffiziere, die bislang nach ausreichend Dienstjahren automatisch befördert wurden. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums kündigte am Montag in Berlin einen „massiven Schritt“ an, um die betreffenden Laufbahnen neu zu ordnen. Lange schien es, dass die Bundeswehr diese Reform, zu der sie durch Gerichtsentscheidungen eigentlich längst gedrängt wurde, aussitzen wollte.