Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) ist zu Gast auf der Republica, einer Digitalmesse in Berlin mit dem Motto: „Never Gonna Give You Up“. Auf Deutsch: „Ich werde dich nie aufgeben.“ Im Gespräch mit dem WDR äußert sie sich unter anderem zu zwei großen Themen unserer Zeit, bei denen tunlichst nicht aufgegeben werden darf. Und zwar beim Klimaschutz und dem Kampf gegen die AfD. Die 71-Jährige plädiert dafür, Beschlüsse zum Klimaschutz nicht infrage zu stellen und aufzuweichen. „Ich finde, es ist ganz wichtig, dass die Entscheidungen, die wir getroffen haben, möglichst weitgehend auch durchgehalten werden“, sagte Merkel.„Ich weiß noch, als der Katalysator eingeführt wurde. Da wurde auch geschrien, das geht alles nicht.“ Das sei auch bei neuen Abgasnormen für Verbrennerautos so gewesen. „Und wenn die Wirtschaft dann weiß, sie muss es schaffen, dann hat sie es geschafft“, sagte die frühere langjährige Bundeskanzlerin (2005 bis 2021) im Gespräch mit dem Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, Markus Preiß, am ersten Konferenztag. „Und oft waren wir damit auch an der Weltspitze.“Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Merkel warnt vor Klimaveränderungen Natürlich sei es nicht schön, dass in China inzwischen mehr Elektroautos unterwegs seien als in Deutschland. „Wir sollten schon ständig dabei bleiben. Dieses Thema ist nicht aus der Welt - im Gegenteil“, sagte Merkel. „Wir nähern uns eher den Kipppunkten, als dass es weniger relevant wird“, warnte die CDU-Politikerin. „Und trotz aller anderen Dinge muss der Klimaschutz weiter oben auf der Tagesordnung bleiben“, forderte Merkel unter viel Applaus.Zuvor hatte sich Merkel zur AfD und ihrem Erstarken aktuell in Deutschland geäußert. Merkel hat den demokratischen Parteien geraten, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. „Was ich ganz wichtig finde, ist, sich nicht immer indirekt über die AfD zu definieren“, sagte sie. Stattdessen gehe es darum, zu sagen: „Was ist eigentlich unser Plan für dieses Land?“Nach der anstehenden Wahl unter anderem zu Sachsen-Anhalt befragt, wo die AfD derzeit vorn liegt, sagte Merkel, auch sie verfolge die Umfragen. „Aber wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht sozusagen Ergebnisse schon vorwegnehmen, die gar nicht eingetreten sind.“ Wer nicht möchte, dass die AfD stark werde, und sie selbst gehöre dazu, „der muss etwas dagegen tun“.Zugleich übte Merkel scharfe Kritik am Auftreten der in Teilen rechtsextremen Partei. Es gehe nicht, dass die AfD „versucht zu definieren, wer das Volk ist“, sagte sie in dem Gespräch. „Jeder deutsche Staatsbürger ist das Volk und da gibt es niemanden, der einteilen darf: Du bist Volk und du bist Elite“, ergänzte sie. „Ich bin Volk und Sie alle sind Volk und wir sind gemeinsam Volk.“ (Tsp, dpa, AFP)
„Was ist eigentlich unser Plan für dieses Land?“: Merkel rät Parteien dazu, sich nicht über die AfD zu definieren
Angela Merkel (CDU) ist zu Gast auf der Digitalmesse Republica in Berlin. Sie mahnt, den Klimaschutz nicht zu vernachlässigen. Zum Umgang mit der AfD hat sie einen Ratschlag für die demokratischen Parteien.












