Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist aus dem Krankenhaus entlassen worden und nach Hause zurückgekehrt. Dies teilte eine von ihrer Familie geführte Stiftung mit. In den kommenden Wochen solle sie weitere medizinische Verfahren durchlaufen.Die 54-Jährige hatte Ende März mutmaßlich einen Herzinfarkt erlitten. Einen Monat später wurde sie aus dem Gefängnis erst in ein Krankenhaus in der nordwestlichen Stadt Sandschan verlegt, anschließend gegen eine hohe Kaution zur weiteren Behandlung auf die kardiologische Intensivstation des Pars-Krankenhauses in Teheran. Dort blieb sie bis Sonntag, ihre Haft ist vorübergehend ausgesetzt.Hinrichtungen in Iran:Sie töten, wen sie töten wollenDas iranische Regime vollstreckt fast täglich Todesstrafen, auch Demonstranten werden hingerichtet. Aktuelle Zahlen zeigen das Ausmaß der staatlichen Morde in dem Land.„Ihre Genesung erfordert eine strenge medizinische Überwachung außerhalb von Gefängnismauern“, erklärte Mohammadis Tochter Kiana Rahmani laut der Stiftung. Eine Rückkehr in die Haft wäre ein Todesurteil für ihre Mutter. Das iranische Außenministerium äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Fall. Auch in den staatlichen Medien wurde er nicht erwähnt. Es ist also unklar, ob und wann sie zurück in Haft muss.Mohammadi hatte 2023 den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für Frauenrechte und die Abschaffung der Todesstrafe in Iran erhalten. Schon zu dem Zeitpunkt saß sie im Gefängnis. Das Nobelkomitee hatte die Regierung in Teheran damals aufgefordert, sie umgehend freizulassen. Ihre diversen Haftstrafen haben weltweit Aufmerksamkeit erregt.Im Dezember wurde Mohammadi in der Stadt Maschhad erneut festgenommen, nachdem sie den Tod des Anwalts Chosrau Alikordi angeprangert hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, bei einer Gedenkfeier für Alikordi provokante Äußerungen gemacht zu haben. Laut der Stiftung wurde sie im Februar dieses Jahres zu einer neuen Haftstrafe verurteilt.
Iran: Frauenrechtlerin Mohammadi aus Krankenhaus entlassen
Die iranische Friedensnobelpreisträgerin war vom Gefängnis in ein Krankenhaus in Teheran gebracht worden. Nun darf sie nach Hause.
















