Im Jahr 2011 hat der amerikanische Verleger Denis Johnson einmal seine Freundin Diane von Fürstenberg, die vor allem damit berühmt geworden ist, das Wickelkleid neu erfunden zu haben, gefragt, was sie gerade lese. Die Antwort lautete: Hans Fallada, einen deutschen Schriftsteller, der in der Weimarer Republik einst mehr Bücher verkauft hat als Thomas Mann, der heute aber vollständig vergessen sei. Es sei geradezu verrückt, sagte Fürstenberg, dass es auf Englisch von ihm nichts zu lesen gebe.
Wieso lesen auf einmal alle deutsche Romane?
Zwanzig Jahre lang haderte die deutsche Literatur mit ihrer internationalen Irrelevanz. Jetzt ist sie auf einmal überall. Was ist da los?






