Der Dax knüpft zu Wochenbeginn wegen der angespannten Nahost-Lage an seine Freitagsschwäche an. Der deutsche Leitindex notierte zum Start 0,5 Prozent im Minus bei 23.828 Punkten, zuletzt lag er noch knapp 0,2 Prozent im Minus. Auch der MDax der mittelgroßen Werte muss mit minus 0,9 Prozent und 31.066 deutliche Einbußen hinnehmen. Der EuroStoxx 50 stand mit 0,6 Prozent Abschlag ebenfalls schlechter da als am Börsenschluss vom Freitag.

Wieder einmal belasten anziehende Ölpreise das Stimmungsbild. Als Grund gelten wieder schärfere Töne zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. „Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben“, schrieb US-Präsident Donald Trump (79) auf der Plattform Truth Social. „DIE ZEIT DRÄNGT!“ Der US-Verbündete Israel stellt sich bereits auf einen möglichen Neubeginn der gemeinsamen Angriffe im Iran ein.

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee um 1,9 Prozent auf 111,35 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 2,2 Prozent fester bei 107,74 Dollar. Analysten von Capital ‌Economics warnten, die Schließung der Meerenge erschöpfe die weltweiten Ölvorräte ​schnell.Rheinmetall und Lufthansa im BlickMit einem Erholungsversuch um mehr als ein Prozent machte Rheinmetall verhalten auf sich aufmerksam. Den Anstoß dazu gab eine Kaufempfehlung der Citigroup, die den Rücksetzer bei dem Rüstungskonzern für übertrieben hält. Ein Friedensabkommen im Krieg zwischen der Ukraine und Russland bleibt mit gegenseitigen Angriffen außer Sichtweite. Bedenken an der Finanzierung steigender Verteidigungsausgaben hat der Experte Charles Armitage zumindest nicht in Deutschland.