Nach zwei Pächterwechseln und Trinkwasser-Problemen soll das viel besuchte Rotwandhaus im Mangfallgebirge pünktlich zum Saisonstart wieder vollständig geöffnet sein. „Aktuell laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um das Rotwandhaus möglichst bereits zu Pfingsten wieder für alle Gäste öffnen zu können“, teilte die Sektion Turner-Alpen-Kränzchen München des Deutschen Alpenvereins (DAV) mit.Der neue Pächter für das Rotwandhaus, Dominik Schumacher, übernehme die Aufgabe in der Hütte oberhalb des Spitzingsees zum 1. Juni. Der 36-jährige gelernte Koch bringe unter anderem umfangreiche Erfahrung aus der Gastronomie mit, hieß es.SZ Bayern auf Whatsapp:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnierenVon Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.Da bei der letzten Übergabe umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden, befinde sich das Haus in einem sehr guten Zustand, sodass der Betrieb rasch aufgenommen werden könne.Vor zwei Wochen hatte die Sektion dem erst vor einem Jahr engagierten neuen Pächterpaar die Kündigung ausgesprochen. Das habe aber nichts zu tun gehabt mit den Trinkwasserproblemen von 2024, wegen derer der vorherige Pächter gehen musste, sagte Schatzmeister Anselm Greulich damals. Man habe sich nach Unstimmigkeiten darauf verständigt, die Zusammenarbeit zum 17. Mai zu beenden. Was genau vorgefallen war, blieb offen.Vor zwei Jahren: Infektionsalarm am BergVor etwa zwei Jahren musste das Haus auf rund 1700 Metern Höhe oberhalb des Spitzingsees den Betrieb einstellen, nachdem die Bergwacht 21 Besucherinnen und Besucher wegen starker Magen-Darm-Beschwerden versorgt hatte. Bei Untersuchungen des Trinkwassers wurden unter anderem Rotaviren entdeckt. Sie stammten aus der Quelle unterhalb der Hütte. Inzwischen gibt es eine neue Filteranlage und neue Leitungen.Bis zu 1000 Tagesgäste besuchen bei schönem Wetter die Hütte unterhalb des Rotwandgipfels. Obwohl sie in einem etwa zweieinhalbstündigen Fußmarsch oder noch schneller per Mountainbike erreichbar ist, kommen auch viele zum Übernachten. Die Hütte ist unter anderem Ziel für Kletterer, die von dort zu den Ruchenköpfen starten.