Dennis Schröder hat mit den Cleveland Cavaliers im alles entscheidenden siebten Spiel bei den Detroit Pistons Nervenstärke bewiesen. Als es in der Serie drauf ankam, lieferten der Deutsche und sein Team ein überzeugendes Spiel ab, weshalb Schröder weiter seinem ersten Meistertitel in der NBA hinterherjagt. Cleveland gewann den Showdown mit 125:94 und fordert im Finale der Eastern Conference nun die New York Knicks. Es kommt somit zu einem deutschen Duell, denn bei NY steht als Ersatzspieler der gebürtige Stralsunder Ariel Hukporti im Kader.Im Westen begegnen sich parallel Titelverteidiger Oklahoma City Thunder (mit dem deutschen Center Isaiah Hartenstein) und die San Antonio Spurs. Im Duell beim besten Hauptrundenteam des Ostens trumpfte vor allem Clevelands Anführer Donovan Mitchell mit 26 Punkten auf. Schröder spielte wie so oft seit seiner Ankunft bei den Cavaliers im Februar eher zurückhaltend und mannschaftsdienlich. Er steuerte von der Bank kommend zwei Punkte sowie jeweils drei Vorlagen und Rebounds zum Erfolg bei. In dieser kleineren Rolle kam der Braunschweiger in der regulären Saison zwar durchschnittlich nur auf acht Zähler (in den Playoffs gar nur sechs), aber er ist endlich wieder Mitglied einer funktionierenden Mannschaft.MeinungGesperrter Basketballer:Dennis Schröders Rolle als Vorbild ist angekratztBei den Cavaliers sammelten auch Jarrett Allen (23), Sam Merrill (23) und Evan Mobley (21) mehr als 20 Punkte. Erstmals seit 2018 steht das Team im Finale im Osten, damals spielte LeBron James noch für Cleveland. Für Detroit, in der ersten Playoff-Runde Bezwinger der Orlando Magic mit den Wagner-Brüdern Franz und Moritz sowie Tristan da Silva, geht das Warten hingegen weiter. „Wir wussten einfach, was auf uns zukommt und dass wir mit viel Wucht auftreten mussten“, sagte Allen: „Uns war klar, dass jeder einzelne Ballbesitz extrem wichtig ist.“ Das erste von maximal sieben Duellen zwischen den Cavs und den Knicks steigt am Dienstagabend (Ortszeit) im Madison Square Garden von New York.Unterdessen ist Shai Gilgeous-Alexander zum zweiten Mal zum wertvollsten Spieler der NBA gewählt worden. Der Kanadier der City Thunder setzte sich erwartungsgemäß bei dem Journalistenvoting vor Nikola Jokic von den Denver Nuggets sowie Victor Wembanyama von den Spurs durch. Gilgeous-Alexander, Spitzname „SGA“, hatte die Trophäe bereits in der Vorsaison gewonnen und führte die Thunder im ersten Jahr nach der Meisterschaft zu 64 Siegen.Vor Gilgeous-Alexander, 27, hatten in diesem Jahrhundert auch Jokic, Giannis Antetokounmpo, Stephen Curry, zweimal LeBron James, Steve Nash und Tim Duncan in aufeinanderfolgenden Spielzeiten die Trophäe erobert. Es ist die achte Saison in Serie, in der kein gebürtiger Amerikaner den begehrten Titel in der besten Basketball-Liga der Welt gewinnt. In diesem Zeitraum holte neben Jokic (drei), Gilgeous-Alexander und Antetokounmpo (je zwei) auch der aus Kamerun stammende Joel Embiid einen MVP-Titel. Im Jahr 2018 hatte Schröders aktueller Mitspieler James Harden die Trophäe erobert.
Basketball: Dennis Schröder erreicht NBA-Halbfinale mit Cavaliers
Der Weltmeister spielt zwar zurückhaltend, aber sein Team ist erfolgreich: Im entscheidenden Spiel sieben der Serie gegen Detroit gelingt Schröder mit Cleveland ein klarer Sieg – jetzt kommt es zu einem deutschen Duell.








