Auch am Wochenende gab es kaum Bewegung in dem festgefahrenen Konflikt im Nahen Osten. Statt neuer Ansätze für Verhandlungen kamen aus Washington frische Drohungen in Richtung Teheran. Eine Meldung aus der Krisenregion selbst ließ aufhorchen: der Angriff auf ein Atomkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).
Nach dem Vorfall haben die Ölpreise am Montag angezogen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 111,35 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 2,2 Prozent fester bei 107,74 Dollar. Zuvor hatten Behörden der VAE mitgeteilt, sie untersuchten die Herkunft des Angriffs auf das Kernkraftwerk Barakah und behielten sich das Recht vor, auf derartige „terroristische Angriffe“ zu reagieren.
Durch den Angriff geriet ein Stromgenerator außerhalb des Sicherheitsbereichs des Atomkraftwerks in der Region Dhafra in Brand, wie die Behörden des Emirats Abu Dhabi mitteilten. Das Feuer habe nach Angaben der Atomenergiebehörde FANR die Sicherheit der Anlage Barakah aber nicht gefährdet, alle vier Blöcke seien normal in Betrieb. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) reagierte besorgt, Behördenchef Rafael Grossi (65) verurteilte den Angriff.
Der Vorfall schürt Sorgen vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Die Bemühungen zur Beendigung des US-israelischen Krieges gegen Iran waren zuletzt ins Stocken geraten. In der vergangenen Woche stiegen die Ölpreise um mehr als 7 Prozent, während die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen gesunken waren.Drohnen im Luftraum von Saudi-ArabienDazu passt auch eine Meldung aus Saudi-Arabien. Dort wurden drei aus dem irakischen Luftraum eingedrungene Drohnen abgefangen und zerstört. Die Drohnen seien am Sonntagmorgen in den saudischen Luftraum geflogen, erklärte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Turki al-Maliki, am Sonntag.








