PfadnavigationHomeSportFußball2. BundesligaElversberg steigt auf„Wir haben heute die Mondlandung geschafft“, sagt der Trainer des DorfklubsStand: 19:37 UhrLesedauer: 2 MinutenEin Dorfklub stürmt in die Bundesliga Quelle: Getty Images/Alex GrimmElversberg hat keinen Bahnhof und das Stadion nach dem Umbau so viele Plätze wie das Städtchen Einwohner. In der nächsten Saison treten hier Bayern und der BVB an. Das Dorf feiert das Fußball-Wunder und sich selbst.Der Aufstiegsjubel begann schon 25 Minuten vor dem Schlusspfiff. David Mokwa räumte mit seinem Tor zum 3:0 gegen Preußen Münster die letzten Zweifel beiseite, nach dem Treffer fieberten Spieler, Trainer und Fans nur noch dem Ende entgegen. Kurz vor dem Ende ermahnte der Stadionsprecher die Zuschauer, nicht auf den Rasen zu stürmen. Die Fans folgten der Anweisung nicht. Um 17.24 Uhr war es so weit. Die SV Elversberg gewann 3:0 und steigt erstmals in seiner Klubgeschichte in die Bundesliga auf. Der Dorfklub aus dem Saarland spielt in der kommenden Saison gegen den FC Bayern München und den BVB. Eine Gemeinde, die keinen Bahnhof und bald ein Stadion hat, das aufgrund von Lizenzvorgaben um 50 Prozent vergrößert werden muss und so mit seinen 15.000 Plätzen jedem Einwohner Zugang bieten würde.„Ich bin relativ entspannt. Bei mir ist angekommen, dass wir Geschichte geschrieben haben. Ein Freund von mir meinte, dass ein Aufstieg Elversbergs wie ein Flug zum Mond wäre. Wir haben heute die Mondlandung geschafft“, sagte Elversbergs Trainer Vincent Wagner.Elversberg trotzt den RückschlägenEr erinnerte im Moment des großen Triumphs an einige Probleme, die er und die Mannschaft in den vergangenen Monaten meistern mussten: der Verkauf von Topstürmer Younes Ebnoutalib nach Frankfurt, Verletzungen von vielen Leistungsträgern und der Weggang von Sportvorstand Ole Book nach Dortmund.„Der Aufstieg ist nicht vom Himmel gefallen. Wir haben uns das konstant erarbeitet. Die Jungs haben die Situation sehr souverän gemeistert und geilen Fußball gespielt. Es wird nächstes Jahr aber nicht leichter. Wenn wir es heute verkackt hätten, wäre ich drei Monate depressiv gewesen. Jetzt können wir drei Monate glücklich sein“, sagte Wagner.Lesen Sie auchDer 40-Jährige dachte sofort an die kommende Saison und die Herausforderungen, die auf den kleinen Klub in der Bundesliga warten: „Die Bundesliga wird natürlich ein riesiges Brett. Wir werden nicht die Möglichkeit haben, wie etwa der HSV uns in der Defensive Top-Leute wie Vuskovic zu holen und unseren Stil dementsprechend zu ändern. Ich hoffe, dass die Leute, die heute euphorisch sind, auch in fünf Monaten noch daran denken. Wir werden uns treu bleiben und weiter unseren Fußball spielen.“step
Elversberg steigt auf: „Wir haben heute die Mondlandung geschafft“, sagt der Trainer des Dorfklubs - WELT
Elversberg hat keinen Bahnhof und das Stadion nach dem Umbau so viele Plätze wie das Städtchen Einwohner. In der nächsten Saison treten hier Bayern und der BVB an. Das Dorf feiert das Fußball-Wunder und sich selbst.














