PfadnavigationHomeSportFußball2. BundesligaRettungs-DramaEin Tor entscheidet – Am TV-Bildschirm werden Braunschweigs Spieler erlöstStand: 18:49 UhrLesedauer: 3 MinutenGute Laune nach dem Klassenerhalt bei Braunschweigs Faride Alidou (r.) und Kevin EhlersQuelle: picture alliance/dpa/Bernd ThissenEintracht Braunschweig zittert sich in der 2. Bundesliga zum Klassenerhalt. Die Spieler erleben nach ihrem eigenen Spiel auf Schalke bange Momente vor dem Fernseher. Am Ende macht ein Tor den Unterschied.Am Ende konnten die Spieler von Eintracht Braunschweig die Übergabe der Schale an Zweitliga-Meister Schalke 04 entspannt verfolgen. Als Nebendarsteller schauten sie von ihrer Bank aus zu, wie einer nach dem anderen in Blau und Weiß die „Radkappe“ in die Höhe stemmte. Zuvor aber erlebten die Braunschweiger Akteure bange Momente. Am TV-Bildschirm mussten sie bis weit nach Abpfiff ihrer Partie warten, ob sie auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga spielen dürfen oder den Umweg über die Abstiegs-Relegation nehmen müssen. Das eigene Spiel hatten die Niedersachsen mit 0:1 verloren. Nun richteten sich die besorgten Blicke in Richtung Fürth. Hätte Greuther Fürth beim Stand von 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf noch einen weiteren späten Treffer erzielt, wäre Braunschweig auf Platz 16 abgerutscht. Dann wären beide Teams zwar punktgleich gewesen und hätten auch die gleiche Tordifferenz gehabt, Braunschweig hätte wegen der weniger erzielten Tore aber das Nachsehen gehabt.Die Spielertraube rund um den kleinen Bildschirm an der Braunschweiger Bank wurde erlöst. In Fürth passierte nichts mehr. Braunschweigs Spieler begaben sich nach dem Abpfiff im Parallelspiel zum Feiern sofort im Sprinttempo in Richtung der eigenen Kurve. „Als ich wusste, dass in Fürth abgepfiffen ist, wurde es sehr entspannt“, sagte Braunschweigs Keeper Ron-Thorben Hoffmann nach der Partie bei Sky. Wie knapp es zwischenzeitlich tatsächlich war, bekam Hoffmann nach eigener Angabe nicht mit. Fürth wurde ein Foulelfmeter wegen einer Abseitsstellung aberkannt (63.), ein weiteres Tor von Noel Futkeu wurde ebenfalls wegen einer äußerst knappen Abseitsposition aberkannt (75.). Mit bloßem Auge war das nicht einmal zu erkennen. Auch Schalke vergab mehrere gute Chancen, um das Ergebnis höher zu gestalten. All diese Situationen hätten Braunschweig in die Relegation schicken können. So reichte es wegen des um ein Tor besseren Torverhältnisses. Schalke nimmt das Tempo rausGlück hatte Braunschweig dabei auch, dass Schalke zum Ende des Spiels Tempo rausnahm und den Ball phasenweise nur noch von links nach rechts schob. Für Torwart Hoffmann waren diese Szenen dennoch Anspannung pur. „Für uns ist das hinten als Torwart eine Katastrophe. Du bist die ganze Zeit online, ob da jetzt noch ein Ball in die Tiefe kommt. Du willst ja nicht der letzte Depp sein, der wegen eines Tores in die Relegation muss. Und das ist das, wofür wir hier gespielt haben. Deswegen war dieses Hin- und Hergeschiebe für mich schwer zu ertragen“, sagte der Ex-Schalker. Nun beginnt in Braunschweig die Aufarbeitung einer schwierigen Saison – inklusive Trainerwechsel von Heiner Backhaus auf Lars Kornetka. Die Fans forderten per Plakat: „Schonungslos aufarbeiten.“ Hoffmann stimmte zu: „Dass wir es am Ende wegen eines Tores schaffen, ist ein Stück weit Glück, aber wir haben es uns trotzdem verdient und erarbeitet. Ich glaube, dass wir diesen positiven Trend mit Lars Kornetka weitergehen sollten. Aber die Sachen sollten schonungslos analysiert werden, das ist richtig.“luwi