Wie gern wären wir diese Woche unserem Horoskop gefolgt, jedenfalls dem aus dem „Goldenen Blatt“. Darin steht: „Fische lassen die Arbeit liegen und widmen sich ganz der Liebe. Das ist eine gute Entscheidung, denn das tut sowohl Ihrem Körper als auch Ihrer Seele gut. Dieser Ausgleich lässt Sie aufblühen, gönnen Sie sich solche Phasen ruhig öfter mal.“ Wir selbst wären dazu sofort bereit, allerdings hegen wir, was solche Phasen angeht, Zweifel an der Gönnerschaft unseres Arbeitgebers. Die Arbeit liegen lassen, eine gute Entscheidung? Mit Luft und Liebe lässt sich leider auch diese Kolumne nicht füllen.Wobei ein wenig Liebe schon hilfreich ist. „Uh la la (Die Nacht war heiß)“ nennt sich ein neues Lied von Maite Kelly, und es spielt, die Formulierung „Uh la la“ deutet es schon an, in Paris – nein, Moment, an der Copacabana. In dem Song, beschreibt „Bild“ ganz erhitzt, besingt Kelly, „wie eine junge Frau an einem exotischen Ort mit einem Latino-Lover ihre Unschuld verliert. Auszug: ,Wir lagen im Sand, die Unschuld verschwand, ich verließ als Frau dieses Land.‘“ Über denjenigen, der sie dazu machte, singt sie: „Er war ein Maler, ein Dichter, ein Träumer“ – allerdings wird in dem Lied weder gemalt noch gedichtet. Stattdessen heißt es: „Ich griff in sein Haar, wir beide fast da“ – und wer sich fragt, ob die beiden in so einer Situation nicht komplett da sein müssten, dem sei gesagt: Kelly meint hier vermutlich ein etwas anderes „da“.Roland Kaiser war schon dortApropos: Da, wo Kelly sich verortet, ist ihr einstiger Duettpartner Roland Kaiser schon vor Jahrzehnten gewesen. Auch er hat nicht Nein gesagt, als er auf Santa Maria, der Insel, die aus Träumen geboren, „ein Kind der Sonne“ traf, in dem die Sehnsucht brannte, „den Schritt zu wagen vom Mädchen bis zur Frau“. Klingt nicht sogar Kellys „Uh la la“ wie ein fernes Echo auf Kaisers „Um-da-da, um-da-da“?Von der Ex-Jungferninsel schwärmte Kaiser damals: „Nachts an deinen schneeweißen Stränden hielt ich ihre Jugend in den Händen“, und da würden wir die Schlagerdamen und -herren gern fragen: Was hat es nur mit der Verklärung der Liebe am Strand auf sich? Allein den ganzen Sand wieder aus den Klamotten zu kriegen! Wir haben auch nie verstanden, was an Jürgen Drews’ pieksigem Bett im Kornfeld so einladend gewesen sein soll.Maite Kelly und der Punker aus BostonIn Wahrheit übrigens, da hat „Bild“ pflichtbewusst nachgehakt, war Maite Kellys Jugendliebe kein Latino-Malerdichter, sondern „ein rothaariger Punker aus Boston“. Das hätte dann ein ganz anderes Lied ergeben, vielleicht etwas wie „Punker Maria“, das einst Didi Hallervorden schmetterte.Über eine – durchaus überraschenderweise noch lebende – Musiklegende lässt uns „Gala“ wissen: „Udo Lindenberg kommt man ganz schnell nah“ – denn: „Weil er so nuschelt, muss man immer an ihn ranrücken.“ Sollten Sie, werte Leser, sich jetzt grämen, dass die Frauen kaum je an Sie ran- oder sogar regelmäßig von Ihnen weggerückt sind: Es könnte an Ihrer überdeutlichen Aussprache gelegen haben.In „Bunte“ erklärt der Jubilar, warum er seit Jahrzehnten im Hotel lebt: „Da kann man sich konzentrieren auf die Sachen die wirklich wichtig sind“, so Lindenberg. „Denn wie sagt man: Hätte Johann Sebastian Bach seinen Müll persönlich runtertragen müssen, hätte er so manche Kantate nicht geschrieben. So ist’s bei mir auch.“ Das können wir kaum glauben, dass sich bei Bach damals immer so viel Müll ansammelte, dass dessen Entsorgung ihn am Kantatenschreiben gehindert hätte; er hat doch vermutlich noch nicht mal getrennt. Und, lieber Herr Lindenberg: Während das Hotelpersonal Ihren Abfall wegbrachte, haben Sie, statt Kantaten zu schreiben, sich doch wohl eher die Kante gegeben.Über eine denkwürdige technische Neuerung informiert uns „Gala“ unter der Zeile „Zähneputzen und dann ab ins Bett“: Für das Antriebsteil einer bestimmten elektrischen Zahnbürste nämlich gebe es „nun einen ,Happy End‘-Pleasure-Aufsatz – sprich: einen Vibrator“. Das ist gewiss praktisch, weil es zusätzliches Gepäck spart, allerdings sollte man die von „Gala“ empfohlene Reihenfolge tunlichst einhalten. Es wäre übrigens auch denkbar, für ein und dasselbe Antriebsteil weitere Aufsätze anzubieten, beispielsweise einen Rührstab für die Küche.Freude auf den Spargel: Heidi KlumAFPIhr Erfolgsgeheimnis hat kürzlich Heidi Klum verraten: „Ich würde nicht sagen, dass ich besser aussehe als andere Models. Aber ich war immer pünktlich, bin erst nach Hause gegangen, wenn der Job erledigt war“, hat sie laut „Bunte“ erzählt. Wie viele andere Models hingegen haben es vermasselt, indem sie sich schon verzogen, bevor der Fotograf überhaupt den Auslöser drückte!Auch „Gala“ hat einen O-Ton Heidi Klums eingefangen, die bei einem Auftritt in Hamburg sagte: „Ich freue mich schon den ganzen Tag auf meinen Spargel im Hotelbett!“ Spargel im Bett zu verspeisen, stellen wir uns eigentlich recht mühsam vor, zumal mit Hollandaise. Vielleicht aber hat Klum auch einfach ihren schlanken Ehemann gemeint. Oder ihre, ähm, elektrische Zahnbürste.
Herzblatt-Geschichten: Was ist Heidi Klums Erfolgsgeheimnis?
Warum ging Udo Lindenberg nie zum Müll? Was ist Heidi Klums Erfolgsgeheimnis? Und was ist an Liebe am Strand so toll? Die Herzblatt-Geschichten.









