Das Raketen- und Satellitenunternehmen Space-X von Elon Musk plant seinen Börsengang womöglich bereits für Mitte Juni. Der Ausgabepreis an der US-Technologiebörse Nasdaq könnte bereits am 11. Juni festgelegt und der Börsenstart für den 12. Juni anvisiert werden, schreiben die Nachrichtenagentur Reuters und das Wall Street Journal und berufen sich auf mehrere mit der Angelegenheit befasste Personen.Bisher ist der Börsengang für Ende Juni geplant. Nun heißt es, die Prüfung des Börsenprospekts durch die Aufsichtsbehörde SEC sei schneller erfolgt als gedacht, was das Unternehmen bewogen habe, die Pläne zu beschleunigen. Die Unterlagen sollen nun bereits am kommenden Mittwoch veröffentlicht werden, bevor Anfang Juni die Werbetour bei Investoren beginnt.Space-X spielt mit seinen Raketen eine Schlüsselrolle für das US-Raumfahrtprogramm. Das Unternehmen betreibt zudem den Satelliten-Internetdienst Starlink. Laut Wall Street Journal sollen im Juni Aktien im Wert von bis zu 80 Milliarden US-Dollar ausgegeben werden. Es könnte der größte Börsengang werden, den es in der Geschichte der US-Wirtschaft gab. Musks Raumfahrtfirma peilt eine Unternehmensbewertung von etwa zwei Billionen Dollar an. Das wäre ein deutlicher Anstieg verglichen mit den 1,25 Billionen Dollar, die bei der Fusion von Space-X mit Musks Start-up für künstliche Intelligenz, xAI, im Februar als Wert angesetzt wurden.Der Multimilliardär stellt für die Zukunft KI-Rechenzentren im All in Aussicht. Die Idee dahinter ist, dass die Sonne dort viel Energie liefern kann und die Kühlung im All einfacher ist. Skeptiker verweisen allerdings auf Probleme wie die erheblichen Aufbaukosten sowie die Strahlung, die Schaltkreise beschädigen könne.Musk, der auch den Elektroauto-Hersteller Tesla führt, ist Chef und Großaktionär von Space-X.Einer der Großinvestoren beim Börsengang könnte womöglich der Vermögensverwalter Blackrock werden. Dort erwägt man einem Medienbericht zufolge eine Investition von fünf bis zehn Milliarden US-Dollar. Das Geld solle aus den aktiv verwalteten Fonds ⁠von Blackrock fließen, die ein Volumen von 536 Milliarden Dollar umfassen, berichtete das Technologieportal The Information am Samstag unter Berufung auf Insider.