Nigel Farage war schneller als die Stimmenzähler. Der Sieg seiner Partei stand noch lange nicht fest, da setzte der gecharterte Hubschrauber des Parteichefs von Reform UK schon in St Helens auf, einer Kleinstadt auf halbem Weg zwischen Liverpool und Manchester. Und während sich die Wahlhelfer in der Stadthalle noch durch die Stimmzettel kämpften, gab Farage in der Musikbar nebenan schon erfolgsgewisse Interviews. Der 8. Mai sollte ein Tag werden, an dessen Ende Farages Rechtspopulisten ihren Anspruch, die größte politische Kraft Großbritanniens zu sein, nicht nur mit Umfrageresultaten, sondern auch mit Wahlergebnissen belegen konnten.