Im April 2024 startete ein Team von Wissenschaftler:innen der University of Washington im gleichnamigen US-Bundesstaat einen Test, der enormes Potenzial versprach. Doch nach nur 20 Minuten wurde ihr Vorhaben jäh von den Behörden der Stadt Alameda in Kalifornien gestoppt.Anzeige

Der Grund war simpel und zugleich entlarvend: Niemand hatte die Verantwortlichen der Stadt informiert. Die Bürgermeisterin, Marilyn Ezzy Ashcraft, erfuhr nach eigenen Angaben aus der New York Times von dem potenziell riskanten Experiment direkt vor ihrer Haustür.

Ein viel größerer Plan im Geheimen

Wie das US-Magazin Politico später in einer ausführlichen Recherche aufdeckte, war der Test in Alameda nur die Spitze des Eisbergs. Interne Dokumente belegen, dass das Team einen weitaus größeren Versuch plante: die künstliche Aufhellung von Wolken über einer Meeresfläche von rund 10.000 Quadratkilometern.Anzeige

Hinter dem gescheiterten Test stand offenbar eine bewusste Strategie der Geheimhaltung. Die Forscher:innen wollten die Öffentlichkeit nicht frühzeitig einbinden, um sie nicht „übermäßig zu erschrecken“, wie es in einer internen Textnachricht hieß. Diese Vorgehensweise sollte sich als fataler Fehler erweisen.