12 Punkte für Bulgarien! Dara hat mit ihrem eingängigen Song „Bangaranga“ den ESC erstmals in ihr Land geholt. Zweiter wurde Israel, dessen zwischenzeitliche Führung nach über 200 Punkten durch das Zuschauer-Voting mit Buh-Rufen begleitet wurde.Wie unsere Autorinnen und Autoren diesen spannenden Abend voller Windmaschinen, großer Gefühle und Goldregen erlebten.Wichtige UpdatesDas war aufregend! Eine tolle GewinnerinDeutschland erreicht Platz 23So stimmte die deutsche Jury abAbstimmung in der RedaktionBulgarien gewinnt den Eurovision Song ContestDie Gewinnerin steht fest. Dara hat mit "Bangaranga" für Bulgarien gewonnen.Auf dem zweiten Platz ist Israel. Rumänien hat es auf den dritten Platz geschafft. Michael SchnippertSo ging der ESC 2026 aus1 Bulgarien: Dara - „Bangaranga“ (516 Punkte)2 Israel: Naom Bettan - „Michelle“ (343 Punkte)3 Rumänien: Alexandra Căpitănescu - „Choke Me“ (296 Punkte)4 Australien: Delta Goodrem - „Eclipse“ (287 Punkte)5 Italien: Sal Da Vinci - „Per Sempre Si“ (281 Punkte) 6 Finnland: Linda Lampenius x Pete Parkkonen - „Liekinheitin“ (279 Punkte) 7 Dänemark: Søren Torpegaard Lund - „Før vi går hjem“ (243 Punkte)8 Moldau: Satoshi - „Viva, Moldova!“ (226 Punkte)9 Ukraine: Leléka - „Ridnym“ (221 Punkte)10 Griechenland: Akylas - „Ferto“ (220 Punkte)11 Frankreich: Monroe - „Regarde !“ (158 Punkte)12 Polen: Alicja - „Pray“ (150 Punkte)13 Albanien: Alis - „Nân“ (145 Punkte)14 Norwegen: Jonas Lovv - „Ya Ya Ya“ (134 Punkte)15 Kroatien: Lelek - „Andromeda“ (124 Punkte)16 Tschechien: Daniel Zizka - „Crossroads“ (113 Punkte)17 Serbien: Lavina - „Kraj Mene“ (90 Punkte)18 Malta: Aidan - „Bella“ (89 Punkte)19 Zypern: Antigoni - „Jalla“ (75 Punkte)20 Schweden: Felicia - „My System“ (51 Punkte)21 Belgien: Essyla - „Dancing on the Ice“ (36 Punkte)22 Litauen: Lion Ceccah - „Sólo Quiero Más“ (22 Punkte)23 Deutschland: Sarah Engels - „Fire“ (12 Punkte)24 Österreich: Cosmo - „Tanzschein“ (6 Punkte)25 Großbritannien: Look Mum No Computer - „Ein, Zwei, Drei“ (1 Punkt) Aurelie von BlazekovicDas war aufregend! Wir, die diesen ESC-Abend heute aus Wien und vom Sofa aus im Liveblog verfolgt haben, verabschieden uns langsam. Und versuchen uns, in den Worten der jüngsten ESC-Gewinnerin Dara, mit dem Bangaranga zu connecten. (Wir finden noch heraus, was das bedeutet.) Gute Nacht.Eine tolle GewinnerinDa sieht man wieder, wie viel eine gute Bühnenperformance ausmacht. Anfang der Woche hatte noch kein Buchmacher Bulgarien in der Top-Drei gesehen. Erst nach ihrem Auftritt im ersten Halbfinale und heute Abend im Finale schoss sie in den Wettquoten immer weiter nach oben. Und ich finde: zurecht. Dara hat eine unglaubliche Bühnenpräsenz, der Auftritt war gut choreografiert und war angenehm "anders" zum Rest des Feldes. Und wie man in den Interviews gerade hört, ist sie auch noch sehr sympathisch. Toll. Aurelie von BlazekovicGewinnt Israel, Bulgarien oder Australien? Das ist eine außergewöhnlich interessante Auswahl. Mein Herz schlägt weiterhin für Daras "Bangaranga" aus Bulgarien.Berit KruseIsrael hat 220 Punkte vom Publikum bekommen, in der Tradition vom letzten Jahr bleiben sie beim Televoting stark. Damit liegen sie aktuell auf Platz eins. Nicht nur in der Halle, auch im Fernsehen waren die Buhrufe nun deutlich hörbar. Berit KruseAber Sarah Engels nimmt es sportlich, zumindest hat sie nach der Punktevergabe die "Six Seven"-Geste gemacht. Was auch immer die bedeutet.Deutschland erreicht Platz 230 Punkte für Deutschland vom Publikum. Damit bleibt es bei den 12 Jurypunkten. Das ist der 23. Platz.Aurelie von BlazekovicHeute Abend schon ein paar Mal beobachtet, bei Aidan aus Malta oder eben bei der Punktevergabe aus Österreich durch Philipp Hansa im Equality-Shirt : Protein Chic. Unsere Kollegen vom SZ Magazin haben das jüngst erklärt, es hat mit dem gut präsentierten männlichen Bizeps zu tun und dem Auftritt von "Heated Rivalry"-Star Connor Storrie bei der Met Gala: Jetzt kommen die Punkte des PublikumsAlle Jurys haben ihre Stimmen abgegeben. Und es führt: Bulgarien. Mit Dara und "Bangaranga", gefolgt von Australien und Dänemark. Allerdings haben die Länderjurys in diesem Jahr so unterschiedlich abgestimmt, dass der Sieger oder Siegerin bisher noch nicht feststeht. Viele Länder haben noch eine Chance, den Song Contest zu gewinnen. Und wo steht Deutschland bisher? Nicht auf dem letzten Platz aber schon sehr weit hinten. Ingesamt hat Sarah Engels zwölf Punkte von den Jurys bekommen. Das ist der vierte Platz von hinten. ESC-Moment: "Unpolitisch" und Russland 2014Bei der ganzen Diskussion, wie unpolitisch der ESC angeblich ist, muss ich übrigens an den ESC 2014 denken. Damals noch mit einem russischen Beitrag – ungeachtet der bereits begonnen russischen Expansion in die Ukraine. Soldaten im Urlaub, so hatte es Putin zuerst erzählt, sollen es damals gewesen sein, die die Krim besetzten. Nur wenige Wochen vor dem ESC. Wesentlich ehrlicher und zugleich raffinierter war da der russische Beitrag in Kopenhagen: Die Tolmatschow-Zwillinge standen, ihre blonden Haare ineinander verflochten, auf der Bühne und sangen: "Now maybe there's a time/Maybe there's a day you'll be mine". Die größte Verschleierung war da noch die zu erbringende Transferleistung, dass Putin die Ukraine und Russland immer als Bruderstaaten bezeichnet hat – und nicht als Schwesternstaaten. Na ja, die wahrscheinlich instrumentalisierten Zwillinge landeten übrigens ausgebuht auf dem 7. Platz. Mit 89 Punkten. Was ist '89 nochmal mit der Sowjetunion passiert? Michael SchnippertNach 30 von 35 Jury-Ländern ist die Reihenfolge wie folgt: 1. Bulgarien mit 177 Punkten, 2. Australien mit 135 Punkten und 3. Frankreich punktgleich mit Dänemark mit 134 Punkten. Deutschland hat 12 Punkte und ist 22. Bulgarien, ja, BULGARIEN führt nach 20 Jury-Ländern. Die Sängerin Dara ist dazu aus dem Green Room zugeschaltet und sagt diesen wundervollen Satz: "I hope you can connect to the bangaranga!" Jetzt müsste man nur noch wissen, was das heißen soll? Vielleicht so etwas wie das neue "brat"?Stefan NiggemeierWas wäre der ESC ohne die ausufernde Punktevergabe? Für manche Fans ist die Musik nur das notwendige Beiwerk, und die eigentliche Show beginnt erst mit den Schalten in die einzelnen Länder. Doch das Ritual, das jahrzehntelang einen wesentlichen Reiz dieser Veranstaltung ausgemacht hat, ist längst nicht mehr, was es war. Dass nicht mehr alle Punkte einzeln, von 1 bis 12 genannt (und dann auch noch auf englisch oder französisch oder englisch und französisch wiederholt) werden, ist vermutlich eine Notwendigkeit angesichts der Zahl der teilnehmenden Nationen. Aber die Organisatoren haben vor zehn Jahren noch eine Änderung gemacht, die das Vergnügen an diesem Teil des Abends beeinträchtigt: Nur die Voten der Jurys werden von den Ländern einzeln durchgegeben. Die Punkte der Zuschauerinnen und Zuschauer aus allen Ländern werden dagegen zu einem Block zusammengefasst. Dabei wären die im Einzelnen viel interessanter: Wo werden Nachbarschaftspunkte verteilt; wo gibt es eine starke Diaspora von Menschen, die für ihre Herkunftsländer abstimmen; wo gibt es überraschende Sympathien für besonders gewagte oder besonders traditionelle Beiträge? Wer will, kann sich nach der Veranstaltung die Daten online ansehen und Auswertungen machen, Muster und Auffälligkeiten finden - es ist ein Fest für Statistikfreaks. Aber in der Show selbst kommt das nicht mehr vor.Das ist ärgerlich, weil es den ominösen Jurys viel zu viel Aufmerksamkeit verschafft - und regelmäßig Verwirrung stiftet, wenn Zuschauer sich wundern, dass nach der Schalte in alle Länder erst die Hälfte der Punkte vergeben ist. Das aktuelle Verfahren der Punktebekanntgabe hat nur einen Vorteil: Es kann sich kein Favorit uneinholbar absetzen, sondern der Sieger ist bis kurz vor Schluss fast unvorhersehbar. Das ist spannend, aber wie bei einem Krimi, bei man dem Täter nicht langsam auf die Schliche kommt, sondern er auf der letzten Seite aus dem Hut gezaubert wird. Was machen die Fans in den Niederlanden heute?In den Niederlanden wird heute ja boykottiert, keine Teilnahme am ESC. Im Fernsehen läuft die Show allerdings trotzdem, das liegt an den Mediengesetzen des Landes. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist verpflichtet, Großereignisse wie den Eurovision Song Contest zu übertragen. Die Einschaltquoten scheinen allerdings nicht besonders toll zu sein: Laut des niederländischen Mediendienstes TVgids schauten das erste Halbfinale nur gut 540 000, das zweite Halbfinale ungefähr 593 000 an. Im Jahr zuvor waren es bei jeder Show mindestens 1,2 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
ESC-Finale 2026 im Ticker zum Nachlesen: Bulgarien gewinnt den Eurovision Song Contest
Am 16. Mai stieg das große Finale des Eurovision Song Contest in Wien. Wir begleiteten den Abend im Ticker und ordnen alles Wichtige ein.











